TV-Plattform will aktiv den Digitalumstieg fördern
[fp] Frankfurt/Main - Für einen reibungslosen Umstieg des analogen auf den digitalen Fernsehempfang will sich die Deutsche TV-Plattform - der Zusammenschluss der Unterhaltungselektronik-Hersteller - engagieren.
Die bis 30. April 2012 vorgesehene Beendigung der analogen Satellitenübertragung der Fernsehprogramme bedarf "vorausschauenden Handelns aller Beteiligten", erklärte am Montag Jörg-Peter Jost, Vorstandsmitglied der TV-Plattform: "Zur umsichtigen Planung ist die Koordinierung der Interessen aller Akteure notwendig." Hierfür biete die Deutsche TV-Plattform als branchenübergreifende Vereinigung das geeignete Forum, so Jost.
Unter seiner Leitung will die Arbeitsgruppe Digitalisierung nun eine "Roadmap" erstellen, die Maßnahmen und Meilensteine bis zur Umstellung auf die ausschließlich digitale Satellitenübertragung über die Astra-Satelliten definiert. Dabei sollen auch die Wechselwirkungen mit der Digitalisierung der Kabelhaushalte analysiert und geeignete Schritte zur Steigerung der Nutzung digitaler Programmangebote durch die Kabelhaushalte vorgeschlagen werden.
Mehr noch als beim inselweisen Umstieg einzelner Regionen auf DVB-T ist der zu Ende April 2012 vorgesehene gleichzeitige bundesweite Umstieg bei Satellit eine große Herausforderung für ganz Deutschland. Neben den Direktempfängern in Satelliten-Haushalten sind auch viele Kabelnetzbetreiber betroffen, die ihre Signale über Satellit empfangen. Deshalb bedarf es besonders sorgsam geplanter Maßnahmen aller Beteiligten, um einen reibungslosen Übergang zu erreichen.
Die "Roadmap" der Deutschen TV-Plattform soll auch Aktionen zur Aufklärung und Information von Handel, Handwerk und Verbrauchern enthalten. Als erster Schritt soll ein Verfahren erarbeitet werden, mit dem sich die Haushalte informieren können, ob sie vom Umstieg betroffen sind. Eine unkomplizierte Handhabung und die zielgenaue Ansprache der betroffenen Nutzer sollen eine allgemeine Verunsicherung verhindern.
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