[mw] Hamburg - Der Finanzinvestor Permira, der 50 Prozent am TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 hält, will das hoch verschuldete Unternehmen auch unterstützen, falls es in eine Notlage gerät.
"Wir stehen in engem Kontakt mit den Managerteams aller unserer Unternehmen, um ihnen möglichst viel Sicherheit zu geben. Das schließt die Bereitschaft ein, in Extremsituationen die Unternehmen auch finanziell weiter zu unterstützen. Das gilt selbstverständlich auch für Pro Sieben Sat 1", sagte Permira-Chef Rockenhäuser im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Pro Sieben Sat 1 hat massive Finanzprobleme und Schulden in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro (Stand 30. September 2009). Rockenhäuser rechnet aber mit einer Stabilisierung der Werbeerlöse. In Bezug auf den geplanten Verkauf des Nachrichtensenders N24 gibt Rockenhäuser Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling Rückendeckung. Bei "Verlusten in erheblicher zweistelliger Millionenhöhe", sei es logisch, "dass ein Vorstandsvorsitzender über Alternativen nachdenkt." Rockenhäuser bestätigte in diesem Zusammenhang Verhandlungen mit Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust und N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann über einen Verkauf des Senders.
Verhandlungen mit dem Axel-Springer-Verlag dementierte Rockenhäuser aber. Springer hatte 2006 versucht Pro Sieben Sat 1 zu übernehmen, war aber am Kartellamt und der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) gescheitert. Das Geschäft könnte aber durch eine Ministererlaubnis aus dem Wirtschaftsministerium doch noch ermöglicht werden. "Wir wollen Pro Sieben Sat 1 nicht verkaufen, und deshalb bemühen wir uns derzeit auch nicht um eine Ministererlaubnis", so Rockenhäuser.
AW: Finanzinvestor steht zu Pro Sieben Sat 1 Spätestens wenn am Markt die Zinsen steigen, werden solche "Finanzierungsmodelle" über die Wupper gehen.
Das kann zwar noch ne Weile dauern, aber wer nur noch ne Eigenkapitalquote von 7% aufweisen kann und (lt.Geschäftsbericht) im 1.Quartal 2009 einen Verlust vor Steuern von 7 Mio.€ macht. der ist ziemlich sicher nicht nicht der Lage 2 Prozentpunkte höhere Zinsen zu bezahlen.
Das wären bei 3,5 Mrd. € nach Adam Riese zusätzliche 70 Mio. € pro Jahr.
Kurz gesagt, der Laden steckt in der Schuldenfalle und wenn die bei dem Kettenbriefspiel nicht noch einen Dummen finden der Ihnen den Laden abkauft, dann sind die früher oder später endgültig pleite.
Guter Witz wenn die Schulden das 1,3 fache des Jahresumsatzes ausmachen, scheint das noch keine Notlage zu sein.
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