[fp] München - Die CDU lehnt es ab, das vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) vorgeschlagene schrittweise Fernsehwerbeverbot für ARD und ZDF durch eine höhere Rundfunkgebühr aufzufangen.
"Das kann man dem Gebührenzahler nicht zumuten", sagte der medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, dem Nachrichtenmagazin Focus.
Die Sender sollten erst einmal darlegen, "wie sie mit weniger Geld auskommen". Die Union unterstütze Becks Plan zur Reduzierung der TV-Werbung bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, wolle aber auch die Radioprogramme einbeziehen, so Börnsen. "Wir fordern schon lange den stufenweisen Abbau von TV- und Hörfunkwerbung und des Sponsorings in ARD und ZDF."
Die ARD-Anstalten werden nach Berechnungen der Gebührenkommission KEF in diesem Jahr 193,7 Millionen Euro durch Hörfunkwerbung einnehmen. Das sind laut FOCUS 26,6 Millionen Euro mehr, als die ARD mit Fernsehspots erzielt.
AW: Union will ARD-Hörfunkwerbung einschränken Und schon wieder wird die Keule vom Werbeverbot geschwungen.
Diesmal von der CDU. Die Werbung macht den ÖR in Sachen Finanzierung ein Stück unabhängiger von den Gebühren und den Politikern die über das Gebührenmodell entscheiden. Aber:
Die Werbung im Hörfunk z.B. bei der Popwelle des BR Bayern3 nervt ganz schön. Ein Werbeblock 20 Min. nach den Nachrichten und 10min vor den Nachrichten ist eindeutig zuviel.
Mein Vorschlag daher:
Nur noch ein Werbeblock pro Stunde mit maximal 3 Minuten. Nach 20 Uhr im Hörfunk keine Werbung und kein Sponsoring.Ebenfalls kein Sponsoring nach 20 Uhr im Fernsehen.
AW: Union will ARD-Hörfunkwerbung einschränken Ich bin gegen ein Werbeverbot bei ARD und ZDF, weil
- mich die Werbung in dem bisherigen Umfang nicht stört
- ich gegen höhere GEZ-Gebühren bin
- mir die Parteinahme einiger Politiker zugunsten der Privatsender und Zeitungsverleger gewaltig gegen den Strich geht.
Stattdessen sollte sich die Politik dafür einsetzen, dass ARD und ZDF in der werbefreien Zeit nach 20 Uhr nicht allein auf Quoten und Marktanteile schielen, sondern um 20.15 Uhr auch mal ein anspruchsvolles Fernsehspiel oder ein politisches Magazin ins Programm nehmen. So, wie das früher der Fall war und es ihnen der Grundversorgungsauftrag eigentlich gebietet. Volksmusik, (Serien-)Schmonzetten und Quiz-Shows gibt es zur Genüge.
AW: Union will ARD-Hörfunkwerbung einschränken Stimmt, der NDR macht sehr wenig Rundfunkwerbung - nur auf NDR 2 und den Sender höre ich nicht mehr, weil er grottenschlecht geworden ist. NJoy, NDR 1, NDR 4 und auch die Klassikwelle sind werbefrei.
Der BR übertreibt es mit der Rundfunkwerbung; er hatte seinerzeit sogar auf Bayern 2 und Bayern 4 Klassik Werbung - Bayern 3 ist in Sachen Werbung die Krönung.
Wenn NDR 2 vom Dudelfunk abkäme, dann wäre ich für ein Werbeverbot - lieber höhere Gebühren als Werbung; im TV bei ARD nervt mich das nicht, weil Werbung und Sponsoring im erträglichen Maße gebracht werden.
AW: Union will ARD-Hörfunkwerbung einschränken Interessant ist, dass bis jetzt noch kein unionsregiertes Bundesland vorgeprescht ist und die Hörfunkwerbung für die jeweilige Landesrundfunkanstalt abgeschafft hat. Anders als bei der Gebührendebatte (da brauchts einen Staatsvertrag aller Bundesländer) kann dies ja landesspezifisch beschlossen werden.
20.15 Dr. Hope (Biographie)
21.45 heute-journal
22.15 The 6th Day (Actionfilm mit Arnold)
Im weiteren Verlauf der Woche gibt es bei der ARD Dienstags zwei Familienserien, danach "+-" und die olle Maischberger, mittwoch Spocht danach hart oder fair, donnerstag dieses unsägliche Quiz danach Monitor und auch im ZDF sind genügend Unterhaltung und Information gegeben.
Da tust Du den beiden Kanälen aber ein wenig unrecht. Die müssen versuchen für alle Schichten etwas zu bringen.
Zur Werbung:
Ich bin dafür, die 20 Uhr - Grenze fallen zu lassen und auch Sonntags Werbung zuzulassen. Keine Unterbrecherwerbung zwar, aber zwischen einzelnen Sendungen. Nur beim ZDF - "Wetten dass" sollte man mal endlich durchgreifen und diese ewige SChleichwerbung unterbinden.
AW: Union will ARD-Hörfunkwerbung einschränken Inwiefern? Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun.
Durch Werbung kommt eine weitere Abhängigkeit dazu (nämlich von den Konzernen, die ordentlich Werbezeiten einkaufen).
Ein generelles Werbeverbot bei ARD und ZDF kann man nur begrüßen und hoffen, dass es auch umgesetzt wird. Damit sinkt die Abhängigkeit des ÖRR von großen Werbekunden. Eine Steigung der Gebühren sehe ich nicht begründet. Den Automatismus muss man doch mal ernsthaft kritisch hinterfragen, als gleich vielen Lobbyisten des ÖRR ihr Mantra: "Ohne Werbung steigen die Gebühren" nachzuerzählen, quasi als Drohung für diejendigen, die es wagen, an das Geld des lieben ÖRR heranzugehen. Es ist pure Besitzstandswahrung. Mehr ist es nicht!
Es wäre besser, man würde ein Teil der GEZ Gebühren in die Komunen pumpen für Straßenbau, Schulen und Kindergärten, öffentlich Bibliotheken.
Die Gesellschaft, die sich für knapp 8.000.000.000,00 € pro Jahr Fernsehen leisten kann, die kann keine ernsthaften Probleme haben.
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