Media Analyse: DAB Plus kommt gut an

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Erstmals hat Media Analyse Zahlen fürs Digitalradio abgebildet. Das Ergebnis: Bei der zweitenStudie in diesem Jahr schneiden Programmanbieter mit einem DAB-Plus-Vertriebsweg gut ab.

Die kürzlich veröffentlichte zweite Media Analyse Audio 2018 weist erstmals verifizierte Hörerzahlen für Veranstalter von DAB-Plus-Digitalradio aus. Dieses zeigen dass mit DAB Plus belastbare Reichweiten erzielt werden können. Das Digitalradio Büro Deutschland will sieht darin ein Erfolg versprechendes Ergebnis auch und vor allem gegenüber der werbetreibenden Wirtschaft.

Stündlich verzeichnet beispielsweise das private Klassik Radio 291.000 Hörern und zählt nach der jüngsten Media Analyse zu den meistgehörten Programmanbietern über DAB Plus. Klassik Radio verzichtet auf UKW und fährt auf der digitalen Schiene sichtbar gut. Der Deutschlandfunk Nova setzt ebenfalls ausschließlich auf den digitalen Weg und bleibt mit 37.000 Hörern stabil. Weitere exklusiv digitale ARD-Wellen SWR Aktuell (plus 42.000) und MDR Klassik (plus 26.000) haben stark zugelegt.

Die private Rockwelle Radio Bob!, die zweigleisig fährt, konnte seine Digital-Hörerzahlen steigern und kommt jetzt auf 180.000 in Hessen und 50.000 in Schleswig-Holstein.

Außerdem attestiert die ma Audio 2018/II regionalen und lokalen Sendern, die zuletzt dank DAB Plus ihre technische Reichweite erweitert haben, nun auch steigende Hörerzahlen. Zu den Gewinnern zählen etwa Antenne Frankfurt (plus 55,9 Prozent) sowie Die neue Welle (plus 55,9 Prozent) oder Hitradio Ohr (plus 9,5 Prozent). [jk]

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110 Kommentare im Forum

  1. DAB Plus kommt gut an Bei uns kommt DAB+ schon im Erdgeschoss des Hauses fast nichtmehr nutzbar gut an und ist dann im Kellergeschoss dann gar nichtmehr empfangbar!!!
  2. [USER=206333]@DVB-T2 HD[/USER] , ich hatte im Prinzip das gleiche Problem. Wenn man am AdW mitten in der Pampa wohnt. Etliche DAB+ Geräte habe ich probiert und zurück geschickt, da der Empfang grottig war. Nur wenige Sender wurden gefunden und immer wieder Aussetzer bei der Wiedergabe. Durch Zufall bin ich auf ein kleines Gerät von Sangean gekommen. Der Hersteller war mir bis dahin gänzlich unbekannt. Eher war es die Optik die mich zum Kauf bewegt hat. Holzgehäuse und für eine kleine Nische in der Küche wie geschaffen. Sehr überrascht war ich vom guten Empfang des Gerätes. Einige Monate später hab ich dann die Erklärung dafür auf Teltarif gefunden. Es liegt am DAB+ Chip. Der beste Chipsatz kommt von Frontier Silicon. Und genau den hat das Sangean Gerät. Leider ist dieser Chip auch der teuerste und die meisten Hersteller nutzen billigere schlechtere Chips von anderen Produzenten.
  3. Naja, einige Programme senden nur mit 64 kBit/s, damit kommen sie bei mir eben nicht "gut" an.
  4. Bei mir kommen nichtmal 96 kbps brutto gut an. Da sollten es bitteschön schon 112 HE oder 128 LC kbps sein - bei nur geringer Slideshow-Datenrate. Mit umfangreicher Slideshow macht selbst das noch keine wirkliche Freude und gewinnt gegen UKW höchstens bei schlechtem UKW-Empfang (der freilich auf die Klangqualität durchdrückt, was DAB als Digitalsystem ja erstmal nicht tut). Als "wohl unter keinen Umständen durch UKW klanglich zu schlagen" würde ich 144 kbps LC-AAC ansehen, da bleiben für Audio je nach Slideshow so ca. 120 ... 128 kbps netto übrig und das, was ich da bislang zu hören bekam, war wirklich eines UKW-Nachfolgesystems würdig. Der in der EBU 2009 durchgeführte umfangreiche Test (EBU - BPN 094, "EBU Subjective Assessment and Objective measurements of DAB+") mit je ca. 20 Testhörern je Item bestätigt das. 192 kbps MPEG 1 Layer 2 (davon 190 kbps netto-Audio) gegen 128 kbps LC-AAC (davon 113,3 kbps netto-Audio) ging jedenfalls für MPEG 1 Layer 2 aus: ca. 88% Mittelwert über alle Testhörer und alle Items gegen 80%. In der Auswertung steht AAC at 128 kbit/s just got 80 points on average and missed the “Excellent” quality category for four sequences, with the lowest score being 46 (“Fair”). However, because the highest bit rate in the tests was 128 kbit/s for the new DAB+ codec, it cannot be said which bit rate is really required to fulfil the “Broadcast Quality” requirement for full transparency. und für 64 kbps HE-AAC (56,6 kbps netto-Audio) wurde notiert The quality of AAC + SBR at 64 kbit/s was observed to be rather low. On average, a rating of 44, “Fair” was obtained. About half of the items turned out to be “Poor” and only one item (pipe-organ) turned out to be “Excellent”. However, it should be pointed out that the average is comparable to that achievable with MPEG-1 Layer II at 128 kbit/s. The variation from item to item, however, is higher. Selbst bei den zum Vergleich herangezogenen 192 kbps MPEG 1 Layer 2 hört man ja noch Mängel - DLF Kultur führt(e?) UKW auf diesem Wege zu, das Lispeln der Sprecher und der entstellte Applaus in Liveübertragungen war jedenfalls auch auf UKW deutlich wahrzunehmen. Müsste wieder mal reinhören, ob man inzwischen auf 384 kbps umgestellt hat. Passiert vermutlich mit Übergang des Sendernetzbetriebes von MB auf Uplink. Die DAB-Lobby ist mutig, die Hörerzahlen von KlassikRadio, DLF Nova und MDR Klassik ausschließlich DAB zuzuschreiben. Die Programme sind selbstverständlich via Web zu hören, dazu auch noch via Satellit und Kabel digital. Klassik Radio hat sehr wohl auch noch UKW-Frequenzen in den Ballungsräumen und dürfte dort einen Großteil der Hörer holen. SWR aktuell hat immerhin noch in Stuttgart eine Funzel.
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