Ärger mit Bundesliga: Jugendliche stoppen Twitter-Service

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nach der Androhung von möglichen juristischen Konsequenzen durch die Deutsche Fußball Ligatwittern zwei Jugendliche keine Videoschnipsel aus der Bundesliga mehr.

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„Wir glauben nicht, dass es illegal ist. Wir wollten aber keine rechtlichen Folgen riskieren“, sagte der 17 Jahre alte Wiener am Sonntag auf dpa-Anfrage. Gemeinsam mit seinem Bruder hatte er auf dem Account „@BL_Latest“ neben Nachrichten über den deutschen Fußball bis Samstag auch vom Fernsehen abgefilmte Tore veröffentlicht. „Nach den Aussagen der DFL haben wir aufgehört, Videos zu posten.“

Jürgen Paepke, leitender Justitiar der DFL, hatte im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Montag) von „digitaler Piraterie“ gesprochen: „Dies sind keine Kavaliersdelikte, sondern Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz, die auch strafrechtlich relevant sein können.“
 
Bis Sonntagnachmittag hatte das Profil der Österreicher mehr als 2200 Follower. „Wir hoffen natürlich, dass es keinen ernsthaften Ärger wegen der Videos gibt“, erklärte die Mutter der beiden Brüder. „Aber es ist ja nicht-kommerziell.“[dpa]

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21 Kommentare im Forum

  1. AW: Ärger mit Bundesliga: Jugendliche stoppen Twitter-Service Kinder machen manchmal Fehler. Welch Erkenntnis...
  2. AW: Ärger mit Bundesliga: Jugendliche stoppen Twitter-Service Wobei ich den Standpunkt der Betreiber teile. Ein Abfilmen zu nichtkommerziellen Zwecken dürfte legal sein. Andernfalls müsste man auf dem Standpunkt stehen, dass es auch illegal wäre, wenn man ein selbstgemachtes Foto einer Coca-Cola-Flasche ins Internet stellt. M.E. kann es aber zwischen selbstgemachtem Foto und selbstgemachtem Video keinen rechtlichen Unterschied geben, das wäre irrational.
  3. AW: Ärger mit Bundesliga: Jugendliche stoppen Twitter-Service Ob ein Urheberrechtsverstoß vorliegt, hat zunächst einmal nichts damit zu tun, ob jemand damit Geld verdient oder nicht. Die meisten Urheberrechtsverstöße dürften auf das Konto von nichtkommerziellen "Nutzern" gehen. Und der Vergleich mit dem Foto einer Colaflasche hinkt gewaltig. Um die Vergleichbarkeit herzustellen: Wenn jemand das Foto einer Colaflasche abfotografiert und veröffentlicht, dann hat er einen Urheberrechtsverstoß begangen, wenn er nicht beim Fotografen des ursprünglichen Bildes die Genehmigung eingeholt hat. Strotti
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