Aktie von Supermarkt-Geräteproduzent Medion sackt in den Keller

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nach der Ankündigung der Medion AG, den Gewinn im vergangenen Jahr deutlich verringert zu haben als vom Kapitalmarkt erwartet, brach die Aktie an den Aktienmärkten ein.

Der Essener Unterhaltungselektronikhersteller rechnet demnach für das Geschäftsjahr 2005 mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in der Größenordnung von 19 Millionen Euro.

Den vorläufigen Umsatz bezifferte Medion auf 2,5 Milliarden Euro. Als Grund nannte Medion neben einem schwierigem Marktumfeld hohe Kosten durch die Trennung von unrentablen Produktarten. 2004 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro noch einen Vorsteuergewinn von rund 90 Millionen Euro eingefahren. Die Aktie des Essener Unternehmens brach am Freitag nach der Gewinnwarnung um ein Fünftel ein. Kurz nach Börsenbeginn notierten die Aktien gegen den freundlichen Trend im Mittelwerteindex MDAX mit rund 20 Prozent im Minus bei 9,40 Euro.
 
In dieser Angelegenheit meldete sich die Gewerkschaft ver.di zu Wort und kündigte den Kampf gegen die Praktiken der Discounter an. Die Probleme, die der Elektronikhändler Medion auch wegen des Drucks von seinem Hauptabnehmer Aldi habe, seien „kein Einzelfall“, sagte der Leiter der Verdi-Fachgruppe Einzelhandel, Ulrich Dalibor, dem ‚Tagespiegel‘. Weiter sagte er: „Aldi und Lidl sind die bösen Beispiele, die auf Kosten der Beschäftigten billig sind. Und die Lieferanten werden so gedrückt, dass sich das auch auf deren Beschäftigte auswirkt.“ Schuld gab Dalibor aber auch den Kunden, die sich zu stark am Preis und zu wenig an der Qualität von Produkten orientierten
 
Medion vertreibt Elektronik- und Elektroartikel – vom Toaster bis zum Plasmabildschirm – über Einzelhändler wie Aldi, Tchibo, Metro, die britische Tesco oder die französische Carrefour. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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