Constantin: Rote Zahlen trotz erfolgreicher Kinofilme

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Constantin Media geht auch nach dem Tod des Großaktionärs Leo Kirch von einem stabilen Aktionärskreis aus. Auf seiner Hauptversammlung präsentierte der Film- und Medienkonzern jedoch rote Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr.

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, ging der Umsatz im vergangenen Jahr trotz erfolgreicher Kinofilme der Tochter Constantin Film wie „Konferenz der Tiere“ oder „Vincent will Meer“ um acht Prozent auf rund 470 Millionen Euro zurück (2009: 511,1 Millionen Euro). Unter dem Strich stand ein Minus von 11,4 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 8,7 Millionen Euro verbucht. Das EBITDA lag 2010 bei 118,8 Millionen Euro (2009: 169,2 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich von 1,4 Millionen Euro auf 6,2 Millionen.
 
Das Jahresergebnis wird besonders von den Kosten für den Umbau des früheren Sportsenders DSF zur neuen Dachmarke Sport1 belasteten. Zudem konnte Sport1 anders als die großen Privatsender RTL und ProSiebenSat1 kaum von der kräftigen Erholung der Werbemärkte nach der Krise profitieren.

Aktionärsvertreter Schorlemer äußerte scharfe Kritik an der Entwicklung des Konzerns: „Es sieht schlecht aus für das Unternehmen“. Vor allem die Kapitalausstattung bereite ihm Sorgen: „Sie sind das Gegenteil eines Musterknaben“. Für das laufende Jahr rechnet Constantin-Chef Burgener auch dank mehrerer Kinostarts („Die drei Musketiere“, „Wickie – Auf großer Fahrt“) mit einem Umsatz von 470 bis 490 Millionen Euro und einer Verringerung der Verluste auf sechs bis sieben Millionen Euro. Die Gewinnschwelle solle im nächsten Jahr erreicht werden. Der Vorstandsvorsitzende Bernhard Burgener hofft, dass ab 2013 positive Ergebnisse ausgewiesen werden können.
 
Im Bereich Sport sank der Umsatz des Unternehmen von 168,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 156,1 Millionen. Im Bereich Film verbuchte der Konzern etwa 40 Millionen Euro weniger Erträge. Verzeichnete Constantin Medien in diesem Bereich 2009 noch 281,1 Millionen Euro Umsatz, waren es 2010 nur 241,2 Millionen. Einzig beim Sport- und Eventmarketing konnte der Medienkonzern zulegen und steigerte den Umsatz von 61,8 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 73 Millionen Euro im abgelaufenem Geschäftsjahr. [frt/dpa]

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