Deutscher Handel: Umsatz sackt nach der Wahl ab

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Seit der Wahl am vorvergangenen Sonntag scheinen die deutschen Verbraucher in eine Art Konsumstarre verfallen zu sein.

Wie die Abendzeitung München berichtet, registriert Leopold Stiefel, Mitbegründer und Gesellschafter der Elektro- und Elektronikmarktkette Media Markt, am Montag nach der Wahl einen schlagartigen Abfall des Umsatzes. Bis zum Tag der Wahl ging es im September immer merklich nach oben, danach riss es abrupt ab, sagt Stiefel. Im Vergleich mit dem Vorjahr – Media Markt führt Umsatzstatistiken für jeden Tag – sei von Montag bis Donnerstag jeder Tag schlechter gewesen als im Vorjahr. Der Media-Markt-Chef führt dies auf die tiefe Verunsicherung der Bürger nach der Wahl zurück, schreibt die Abendzeitung weiter.
 
Bei dieser Wahl gab es keinen Gewinner?, meint Wolfgang Twardawa, Marketingleiter bei der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die jeden Monat einen Konsumklima-Index erstellt. Jeder Wähler fühlt sich als Verlierer. Und Niederlagen führen zu schlechter Stimmung. Hinzu komme: Keiner wisse im Moment, was die Politiker künftig bei Steuern oder Sozialabgaben beschließen werden. Niemand kann also derzeit sagen, wie viel Geld ihm in der Tasche bleibt, so Twardawa. Solange diese Ungewissheit anhalte, hielten sich die Konsumenten zurück. Größere Anschaffungen legen sie deshalb erstmal auf Eis. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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