Escada bereitet Insolvenzantrag vor

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Der Modekonzern Escada, bei dem der Ex-Premiere-Chef Michael Börnicke seit Anfang Februar die Finanzverantwortung übernommen hat, stellt nun die Weichen für eine geplante Insolvenz.

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Wann der Insolvenzantrag beim Amtsgericht München eingereicht wird, stehe aber noch nicht fest, sagte ein Firmensprecher heute in München. In Branchenkreisen wird damit am Donnerstag gerechnet.
 
Der größte deutsche Luxusmodehersteller Escada muss nach einem monatelangen Überlebenskampf Insolvenz beantragen. Der Finanzplan zur Rettung des Unternehmens sei gescheitert, teilte das Unternehmen in München mit. Der Vorstand beabsichtige daher, noch in dieser Woche einen Insolvenzantrag wegen unmittelbar drohender Zahlungsunfähigkeit zu stellen. Für heute sei eine Aufsichtsratssitzung geplant. Von der Insolvenz sind rund 2 300 Beschäftigte betroffen.

Escada kämpft seit Monaten gegen den Untergang. Zuletzt hatte das Unternehmen versucht, die Pleite durch den Umtausch einer Anleihe abzuwenden und sich damit von einem großen Teil seiner Schuldenlast zu befreien. Das Angebot wurde nach Angaben des Unternehmens bis zum Ende der Umtauschfrist aber nur von 46 Prozent der Anleger angenommen. Damit wurde die angestrebte Quote von 80 Prozent deutlich verfehlt.
 
Der Luxusmodehersteller war in den vergangenen Monaten immer stärker in Schwierigkeiten geraten. Etliche hausgemachte Probleme, wie häufige Führungswechsel, Missmanagement, Kollektionen, die am Markt floppten, aber auch die Flaute der Branche durch die Wirtschaftskrise führten zum Niedergang.
 
Die Umwandlung der Anleihe war der wichtigste Punkt im Notplan für Escada. Von den Anlegern hatte das Unternehmen erhebliche finanzielle Opfer verlangt: Das Umtauschangebot für die Anleihe sah vor, dass ihnen in mehreren Schritten nur noch 40 Prozent ihres ursprünglichen Einsatzes bleiben. Dies war für die Mehrzahl der Anleger allerdings nicht akzeptabel. Sie hoffen nach Einschätzung von Experten nun darauf, als Gläubiger im Rahmen eines Insolvenzverfahrens an mehr Geld zu kommen.
 
Die Anleihe mit einem Volumen von 200 Millionen Euro wurde 2005 ausgegeben und mit 7,5 Prozent verzinst. Dass Escada die Anleihe zu den vereinbarten Konditionen am Ende der Laufzeit 2012 zurückzahlt, galt im sich verschärfenden Verlauf der Krise als ausgeschlossen.
 
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 (31. Oktober) war der Umsatz bei Escada um 16 Prozent auf 248 Millionen Euro gesunken, der Verlust lag bei 91,7 Millionen Euro nach 8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. (e.B./dpa)[ar]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: Escada bereitet Insolvenzantrag vor Wird Börni den höchstpersönlich abgeben? PS: Mir tun immernoch die Mitarbeiter leid!
  2. AW: Escada bereitet Insolvenzantrag vor Sollte Börni sich in meiner Firma als Obermufti bewerben würde ich mich sofort um Alternativen umsehen!
  3. AW: Escada bereitet Insolvenzantrag vor angeblich heuert Börni als nächstes bei Aldi an... läuft besser das als im Luxusladen.. (wenn das mal gut geht)
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