EU-Kommission: Vodafone darf Kabel Deutschland übernehmen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Grünes Licht für den großen Deal: Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone gegeben. Nach Ansicht der EU wird die Fusion nicht zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Wettbewerbs führen.

Nachdem bereits das Bundeskartellamt angedeutet hat, bei der geplanten Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone keine größeren Bedenken zu haben, hat nun auch die für diesen Fall zuständige EU-Kommission ihr erstes Prüfverfahren abgeschlossen: mit positivem Ergebnis. Wie die EU-Kommission am Freitagabend bekannt gab, sieht man in Brüssel keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken bei diesem Zusammenschluss und hat diesen daher freigegeben. Damit darf Vodafone den deutschen Kabelnetzbetreiber schlucken.

In ihrer Begründung führte die EU-Kommission an, dass sich die beiden Unternehmen in ihren Tätigkeitsbereichen nicht überschneiden: Während Kabel Deutschland in erster Linie Kabelfernseh-, Festnetztelefonie- und Internetzugangsdienste anbietet, sind Mobilfunkdienste das Kerngeschäft von Vodafone. Es gebe daher auch nach der Fusion zahlreiche Konkurrenten für das Unternehmen.
 
Zudem seien die Briten in beschränktem Umfang auch bei Festnetztelefonie, Internet und IPTV tätig, so dass es an dieser Stelle zu einer Überschneidung kommt. Nach Ansicht der Prüfkommission käme es hier bei einer Übernahme aber nur zu unwesentlichen Marktanteilgewinnen. Eine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs sei nicht zu erwarten, wie es in Brüssel hieß.
 
Mit der Zustimmung der EU-Kommission hat Vodafone nun die nächste große Hürde hinsichtlich der geplanten Übernahme überwunden. Vor knapp zwei Wochen konnten die Briten bereits bei den Aktionären Erfolge verbuchen. Mit einem Kaufangebot von 87 Euro pro Aktie wollte Vodafone mindestens 75 Prozent der Papiere in seine Hände bekommen, andernfalls wäre der Deal geplatzt. Insgesamt kommt der Konzern nun auf 76,48 Prozent der Kabel-Deutschland-Aktien (rund 67,7 Millionen Aktien). Bis zum 30. September haben nun all diejenigen, die bisher nicht verkaufen wollten, noch die Chance, die Offerte Vodafones anzunehmen. Damit könnte der Anteil der Briten weiter in die Höhe klettern.
 

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