LTE-Bandbreiten: Mehr Transparenz für Verbraucher gefordert

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Mit LTE versprechen Telekommunikations-Anbieter noch schnellere Verbindungen für den mobilen Internetzugang. Die Verbraucher wissen aber oft nicht einmal, ob sie auch bekommen, wofür sie bezahlen. Es fehlt an Transparenz.

Die Nutzung von LTE-Technologie ist mittlerweile in vielen aktuellen Mobilfunkvertägen inklusive – und zudem für zahlreiche Haushalte in ländlichen Gebieten die einzige Möglichkeit auf einen Breitband-Anschluss. Mit deutschlandweit 1,12 Millionen Nutzern (Stand Ende 2012) ist der drahtlose Datenübertragunsstandard hierzulande mittlerweile angekommen, attestiert eine aktuelle Bestandsaufnahme zu LTE in Deutschland von „LTE-Anbieter.info“. Die Transparenz in Sachen tatsächliche Bandbreite sei jedoch suboptimal: LTE kranke derzeit noch „an schwammigen Angaben zur real anzutreffenden Übertragungsgeschwindigkeit“, so der Bericht.

Konkret gemeint sind damit ungenauen Angaben in Angeboten und Verträgen, wie beispielsweise das oft verwendete „bis zu“ vor einer Bandbreiten-Angabe. Wenn es nach der Bundesnetzagentur geht, sollten die Anbieter vor Vertragsabschluss Angaben zu den konkreten Mindest- und Höchstgeschwindigkeiten machen. Auch während der Vertragslaufzeit sollte der Nutzer seine Verbindungsgeschwindigkeit einer unabhängigen Überprüfung unterziehen können. Denkbar wären hierfür beispielsweise spezielle Smartphone-Apps.
 
Insgesamt muss wohl aber auch der Sinn der Verbraucher geschärft werden, damit diese auch auf Transparenz sowie der versprochenen LTE-Leistung bestehen. Den Verbraucherzentralen zufolge gibt es bisher so gut wie keine Rückmeldungen zum mobilen Datenübertragungsstandard der vierten Generation. „LTE ist bei uns kein Thema, es wird und wurde auch nicht von der Verbraucherseite an uns herangetragen“, sagte Bernd Ruschinzik von der Verbraucherzentrale Berlin und drückt damit die Standpunkt der meisten Verbraucher-Zentralen aus. Die Verbraucherzentrale Saarland wieß zudem darauf hin, dass das Beklagen der Anbieter bezüglich hoher Investitionssummen mit Vorsicht genossen werden sollte. Schließlich seien die Kosten für den LTE-Ausbau bereits in andere Produkte der Telekommunikationsunternehmen eingepreist worden.

[hjv]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

12 Kommentare im Forum

  1. AW: LTE-Bandbreiten: Mehr Transparenz für Verbraucher gefordert Hab deswegen auch mein Bruder vorerst von LTE abgeraten. Ich hab gesagt, er sollte es vorher wenn dann erst einmal testen. So etwas lehnten die aber in der Verkaufsstelle ab. Man will ja nicht die Katze im Sack kaufen.
  2. AW: LTE-Bandbreiten: Mehr Transparenz für Verbraucher gefordert Bandbreiten Garantie, wie soll das gehen ?
  3. AW: LTE-Bandbreiten: Mehr Transparenz für Verbraucher gefordert Zumindest wäre eine Bandbreitengarantie im Ansatz möglich, nämlich über die Begrenzung der Überbuchung. Bei den Szenarios in denen LTE stationär als DSL-Ersatz genutzt wird haben die Mobilfunkanbieter sogar den Überblick in welchen Gebieten mit wieviel Nutzern zu rechnen ist. Bei der mobilen Nutzung von LTE wird die Sache schwieriger den Überblick zu behalten. Statistisch ist die Sache allerdings halbwegs erfassbar. Möchte der Anbieter jedem Kunden eine Mindestdatenrate gewähren dann muss der Anbieter pro einer gewissen Anzahl an Kunden eine gewisse Anzahl an Basisstationen betreiben. Anders geht es nicht.
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