Medienhatz auf chilenische Bergleute eröffnet

2
2
Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

Nach der spektakulären Rettung der chilenischen Bergleute aus der Mine von San José rücken die Medien den Männern auf den Leib. TV-Journalisten bieten teilweise hohe Summen, um an Exklusiv-Interviews zu kommen.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete, wurde einer der Männer am Freitag sogar von einem Hersteller von Potenzmitteln für Werbezwecke gesucht. Jhonny Barrios war als der „Untreue von Atacama“ bekanntgeworden. Der Bergmann hatte neben seiner Ehefrau auch noch eine Geliebte. Sein amouröses Doppelleben war aufgeflogen, als sich nach dem Unglück am 5. August die Ehefrau und die Geliebte bei der Mine San José in der Atacama-Wüste über den Weg liefen. Die beiden Frauen waren sogar aufeinander losgegangen und mussten von der Polizei getrennt werden. Das chilenische Unternehmen „Men’s Quality“ will Barrios nach eigenen Angaben nun für eine Werbeaktion gewinnen.

Inzwischen hat der Chefpsychologe des Rettungsteams für die Kumpel, Alberto Iturra, die Medien aufgerufen, die geretteten Bergleute in Ruhe zu lassen. „Sie müssen jetzt mit ihren Familien allein sein“, sagte er am Freitag. Auch die Gouverneurin der Region, Atacama, Ximena Matas, sagte: „Man muss verstehen, dass die Männer gerade erst aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen sind und erstmal ihre Ruhe haben möchten.“

Die spektakuläre Rettungsaktion der mehr als zwei Monate in 700 Meter Tiefe eingeschlossenen Kumpel hatte fast 2000 Medienmitarbeiter aus aller Welt zum Bergwerk San José in der Atacama-Wüste gelockt. [mw]

Bildquelle:

  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

2 Kommentare im Forum

  1. AW: Medienhatz auf chilenische Bergleute eröffnet so wie man hört ist ja Kerner auch sehr interessiert jemand von den los trenta tres , in sein Studio zu bekommen
  2. AW: Medienhatz auf chilenische Bergleute eröffnet Die Bergleute sollten sich mit Familien in eine wunderschöne Urlaubsgegend absetzen und dort wieder zueinander finden, also dem Presserummel entgehen. Sonst wird das doch nichts. Ich stelle mir vor, da willst du frische Luft atmen und eine Meute Journalie rennt dir hinterher. Jeder will jetzt die Storry bzw. die Bilder seines Lebens machen. Wie sich dabei die Kumpel fühlen ist denen total Wurst. Mein Tipp wäre - Auf und davon .... weit weg. P.S. Vorausgesetzt man will dem Rummel überhaupt entgehen. Der Eine oder Andere mag vielleicht auch die Kohle für ne Storry ganz gut gebrauchen.
Alle Kommentare 2 anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum

Please enter your comment!