Schick durch die Krise: Zalando erwartet weitere Corona-Profite

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Bild: © M. Schuppich - Fotolia.com
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Die Corona-Krise heizt das Geschäft von Zalando an. So rechnet der Online-Modehändler nach einem starken dritten Quartal für das laufende Jahr mit einem deutlich steileren Wachstum bei Umsatz und Gewinn, wie der MDax-Konzern am Donnerstagabend mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion deutlich zu.

Die „durch die Corona-Pandemie beschleunigte Verlagerung der Kundennachfrage hin zu digitalen Angeboten“ habe das Geschäft im dritten Quartal angetrieben. Außerdem habe Zalando von Einmaleffekten profitiert, die von einem gesteigerten Optimismus herrührten: Das Unternehmen hatte Sonderabschreibungen auf den Warenbestand aufgelöst. Diese hatte Zalando im März getätigt, als unklar war, wie stark die Nachfrage in Corona-Zeiten sein würde.

Im dritten Quartal hat Zalando laut vorläufiger Zahlen den Umsatz um 20 bis 23 Prozent auf 1,83 bis 1,87 Milliarden Euro gesteigert. Der Betriebsgewinn lag bei 100 bis 130 Millionen Euro, ein Vielfaches des Vorjahreswertes von 6,3 Millionen Euro. Das so genannte Bruttowarenvolumen – also der Wert aller Verkäufe über die Website – stieg um 28 bis 31 Prozent auf 2,43 bis 2,48 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet Zalando ein Umsatzwachstum von 20 bis 22 Prozent. Zuvor standen 15 bis 20 Prozent in Aussicht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bei 375 bis 425 Millionen Euro liegen – deutlich höher als die 250 bis 300 Millionen Euro, die Zalando zuvor in Aussicht gestellt hatte. Im Vorjahr lag das Ebit bei rund 225 Millionen Euro. Beim Bruttowarenvolumen rechnet Zalando mit einem Wachstum von 25 bis 27 Prozent.

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1 Kommentare im Forum

  1. Zalando ist ein Modehändler. Die Meldung gehört doch eher ins Handelsblatt, oder starten die jetzt einen Shopping Kanal?
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