Wikileaks-Gründer Assange wird nicht an USA ausgeliefert

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Foto: David G Silvers. Cancillería del Ecuador. Bildlizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode)
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Ein Gericht in London hat den US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Julian Assange abgelehnt.

Der 49 Jahre alte gebürtige Australier werde wegen der Haftbedingungen, die ihn in den USA erwarteten, nicht ausgeliefert, teilte das Gericht am Montag mit. Im Fall einer Verurteilung hätten Assange in den USA bis zu 175 Jahre Haft gedroht. Die USA kündigten an, in Berufung zu gehen.

Julien Assange war einer weltweiten Öffentlichkeit durch die Enthüllungen auf der Whistleblower-Plattform Wikileaks bekannt geworden, die der investigative Journalist mit begründet hatte. Dort wurden unter anderem Details zu US-Militäroperationen zugänglich gemacht, die für großes Aufsehen sorgten. Infolgedessen gerieten die Informanten der Plattform, unter denen sich auch Chelsea Manning befand, ins Fadenkreuz von US-Ermittlern.

Julian Assange: Vom politischen Asyl ins Gefängnis

Während Assange sich dem Zugriff strafverfolgender Behörden durch das politische Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London entziehen konnte, wurde Chelsea Manning zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Letztere wurde schließlich verkürzt und es folgte schlussendlich eine Begnadigung der ehemaligen IT-Spezialistin durch den damaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Der neue ecuadorianische Präsident Moreno hob indes 2019 das politische Asyl für Julien Assange auf und dessen Verhaftung durch britische Behörden erfolgte kurz darauf. Seitdem wurden immer wieder internationale Stimmen laut, die den unter den Haftbedingungen enorm leidenden Gesundheitszustand von Julien Assange anprangerten und dessen Freilassung forderten. (rws/dpa)

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