Arena-Premiere-Deal: Karten neu gemischt im Plattformpoker

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob sich in den vergangenen Monaten neben Nagravision auch Cryptoworks und Conax am deutschen Codierungsmarkt etablieren können, doch Nagra hat nun wieder die meisten Asse in der Hand.

Neben Premiere sind die Endkunden die großen Gewinner der heutigen Plattformentscheidung von Arena. Denn was sich in den vergangenen Monaten in deutschen Wohnzimmern abspielte, gab den Vorgeschmack auf einen zersplitterten Fernsehmarkt.

Premiere codiert in Nagravision, Arena setzte auf Cryptoworks und Nischenanbieter wie Technisat bevorzugen Conax. Wer alle Angebote nutzen will, brauchte noch gestern bis zu drei verschiedene Set-Top-Boxen und ebenso viele Smart Cards. Dies betraf allein zig tausende Fußballfans, die über Satellit die Bundesliga und Champions League verfolgen wollten. Der jüngste Deal räumt wieder auf und lässt die Vision der Plattform für alle Angebote näher rücken.
 
Wie lange es sich Arena nun noch leisten wird, via Satellit seine Cryptoworks-Plattform zu betreiben, wo doch die eigenen Sportangebote nun via Premiere ausgestrahlt werden, lässt sich spekulieren. Wenn Arena Family mit RTL-Paket und weiteren Spartensendern dicht gemacht wird, müssen die Alternativanbieter unter ein neues Dach schlüpfen.
 
Dass Premiere der Konkurrenz von RTL gute Konditionen macht, ist eher unwahrscheinlich. Jetzt kommt Astras unabhängiges Entavio ins Spiel. Zwar ist man noch nicht wirklich gestartet, setzt aber wie Premiere auf Nagravision als Codiersystem.“Wir rechnen damit, dass es mittelfristig möglich sein wird, viele attraktive Programminhalte und Zusatzangebote auf die Entavio-Plattform zu bringen,“ freut sich schon jetzt ein Astra-Sprecher auf DF-Nachfrage.
 
„Für den Zuschauer ist es sicherlich ein großer Vorteil, wenn die Plattformen durchlässig und leicht zugänglich sind,“ heißt es weiter aus Luxemburg und meint damit den einfacheren Zugang für Endkunden. Wenn Premiere und Entavio im Idealfall über nur noch eine Smart Card empfangbar sind, dann kann die Digitalisierung richtig durchstarten. Eine Box, eine Smart Card, viele Angebote – das ist die Zukunft. [fp]

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