Digital-TV: Neuer Chip verbessert Empfang

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Bild: © lassedesignen - Fotolia.com
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Der neue Killer-Pulse-Chip von Philips unterdrückt Störungen in digitalen Empfängern und gewährleistet auch bei ungünstigen Empfangsverhältnissen ein gutes Bild.

Beim digitalen terrestrischen Fernsehen können so genannte impulsive Störungen oder Störsignale der Set-Top-Box auf zwei Wegen das Leben schwer machen: durch äußerliche Einflüsse über die Antenne oder innerhalb des Haushaltes durch das Netzanschlusskabel. Im ersten Fall sind die Quellen hauptsächlich unzureichend abgeschirmte Zündkerzen im Auto, elektrische Straßen- oder Eisenbahnen; im Haushalt insbesondere Hausgeräte wie Waschmaschinen, Elektrorasenmäher oder fehlerhafte elektrische Installationen, die beim Ein- und Umschalten Knackgeräusche erzeugen. Mit einer hochwertigen Antenne, die sich ausrichten lässt, können sie äußere Einstrahlungseinflüsse reduzieren, aber nicht beseitigen. Diese Probleme müssen deshalb innerhalb des Empfangsmoduls der Set-Top-Box oder des digitalen Fernsehers gelöst werden.
 
Entwickelt von Philips Semiconductors, ist der Killer-Pulse-Chip ein Singlechip DVB-T-Kanaldecodierer/-empfänger, der die Störsignalunterdrückung durch einen leistungsstarken Algorithmus ermöglicht. Weitere innovative Funktionen, einschließlich vollautomatischer Suche der Übermittlungsparameter, sind ultraschnelles Absuchen des ganzen UHF-/UKW-Frequenzbands und schnelle Kanalumschaltung.

Der KPC unterstützt alle DVB-T-Kanal-Dekodierfunktionen mithilfe eines internen Digital Signal Prozessor (DSP) für Synchronisations- und Kontrollfunktionen. Seine digitale Filterfunktionalität in Verbindung mit einem einfachen Empfängerchip und einem günstigen 4-MHz-Kristall-Oszillator als Zeitbasis, erlauben den Aufbau einer hochwertigen Set-Top-Box. Nach Umwandlung durch einen 10-bit-ADC (Analog/Digital-Wandler), wird das Signal zu einem Basisband umgewandelt und durch den Demodulator geschickt. Der erforderliche Frequenzgang wird dann abgeschätzt, in Bezug aufZeit und Häufigkeit gefiltert und dann dazu benutzt, das Signal zu glätten und anzupassen. Eine weitere Fehlerkorrektur filtert die Störsignale heraus, die im Empfänger selbst entstehen.
 
Die Vorteile des Killer-Pulse-Chip, die störungsfreie Bildqualität, das effektive Auffinden der Kanäle und Übertragungsparameter sowie die schnelle Kanalumschaltung sind für Verbraucher offensichtlich. Das effektive Entfernen der Störsignale erlaubt den Einsatz der STB in viel größerer Entfernung vom Sender als in den aktuellen Spezifikationen vorgesehen ist. Philips bietet mehr als zwölf STB und Fernseher mit diesem Chip in Europa an. Alle neuen DVB-T-Produkte werden ab 2005 mit dem Chip ausgerüstet.

Ein „Live-Test“ auf der vergangenen IBC in Amsterdam überzeugte:Mehrere Set-Top-Boxen wurden über ein und dasselbe Koaxkabel mit einem Signal versorgt. Dann wurde das Signal durch eine dynamisch anpassbare Störquelle modifiziert. Am Anfang haben alle Geräte dieses Problem gelöst. Während es nach Verstärkung der Störquelle bei etlichen Geräten schon recht früh zum völligen Zusammenbruch von Bild und Ton kam, hielten einige STB bis zur 50-Prozent-Marke (Verhältnis Nutz- zu Störsignal) durch. Dann kam die Stunde des Killer-Pulse-Chip: alle Set-Top-Boxen hatten sich bereits lange vorher durch völligen Bildzusammenbruch verabschiedet, bevor die Philips Set-Top-Box mit dem neuen Chip ebenfalls Störungen auf dem Monitor anzeigte. [fp]

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