Online-Musikfernsehen Tape.TV ist insolvent

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Personalisiertes Musikfernsehen war das Ziel von Tape.TV. Doch nach anfänglichen Erfolgen geriet das Berliner Start-up durch Konkurrenz wie Youtube in finanzielle Schwierigkeiten und musste nun Insolvenz anmelden.

2008 war das Musikfernsehen zumindest in Deutschland bereits auf dem Rückzug, als Alternative wollte das Startup Tape.TV über Internet ein personalisiertes Erlebnis anbieten. Doch was sich in den ersten Jahren gut anlief, steht jetzt vor dem Ende. Denn bereits am 14. November meldete das Berliner Unternehmen beim Amtsgericht Insolvenz an.

Auch auf der eigenen Homepage verkündete Tape.TV am Dienstag sein Aus: „Kurz gesagt: Wir machen dicht“, heißt es in einem Statement, in dem auch der Grund für die finanziellen Probleme, die auch durch starke Konkurrenz wie Youtube oder Ampya, ein Dienst der ProSiebenSat.1-Gruppe, bedingt waren, genannt wird. „Überraschenderweise ist unser neuer Investor nach etlichen Wochen produktiver Arbeit ohne Angabe von Gründen abgesprungen. Und wie das nun mal so ist mit dem Kapitalismus, heißt das für uns erst mal Endstation.“
 
Zuletzt arbeitete Tape.TV an einer neuen Funktion, bei der Konzerte live auf die Bildschirme gebracht werden sollten und die Beiträge der Kunden direkt beim Künstler landen sollten. Zum Insolvenzverwalter wurde vorläufig Rechtsanwalt Oliver Sietz bestellt, der über Verfügungen über Gegenstände des schuldnerischen Vermögens entscheidet. [buhl]

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1 Kommentare im Forum

  1. Hmmm .. ich bin ja nun wirklich "Streaming Affin" und nutze Ampya über den Smart-TV sehr häufig und gerne, aber von Tape.TV lese ich jetzt zum ersten mal ...
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