Virtuel Reality: Oculus plant kabellose Brille

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Die virtuelle Realität steckt immer noch in den Kinderschuhen und ist für viele zudem noch unerschwinglich. Nun will Facebook-Chef Mark Zuckerberg der Technologie auf die Sprünge helfen: Der zum sozialen Netzwerk gehörende Spezialist Oculus arbeitet an einer günstigen, kabellosen VR-Brille.

Der zu Facebook gehörende Spezialist für virtuelle Realität Oculus entwickelt eine VR-Brille, die ohne Kabel und Anbindung zu einem PC auskommt. „Wir arbeiten daran, aber wir stehen erst am Anfang“, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am späten Donnerstag.

Das Gerät solle die Lücke zwischen günstigen VR-Varianten, bei denen ein Smartphone in ein Brillen-Gehäuse eingesteckt wird, und teuren High-Tech-Modellen mit Verbindung zu einem leistungsstarken Computer ausfüllen. Auf der Entwicklerkonferenz Oculus Connect spielte Zuckerberg ein kurzes Video von einem Prototypen mit dem Codenamen „Santa Cruz“ ein. Wann ein solches Gerät auf den Markt kommen könnte, blieb offen.
 
Auf der Konferenz wurde auch angekündigt, dass Oculus weitere 250 Millionen Dollar für die Entwicklung von Inhalten in virtueller Realität ausgeben wird. Zuckerberg demonstrierte zudem VR-Videoanrufe in Facebooks Kurzmitteilungsdienst Messenger sowie die Möglichkeit, in virtuellen Räumen mit Avataren von Freunden Zeit zu verbringen.
 
Facebook hatte Oculus 2014 für rund zwei Milliarden Dollar gekauft und Zuckerberg zeigte sich immer wieder überzeugt, dass virtuelle Realität viele Lebensbereiche verändern könne. Zugleich nimmt die Konkurrenz zu. Google stellte diese Woche seine VR-Plattform Daydream vor, die auf Smartphones ausgerichtet ist. Sony bringt zum Weihnachtsgeschäft eine Virtual-Reality-Brille für seine Spielekonsole Playstation 4 heraus.
 
Oculus-Gründer Palmer Luckey blieb der Veranstaltung im kalifornischen San Jose fern. Er hatte jüngst mit finanzieller Unterstützung für eine Organisation, die Plakat-Kampagnen gegen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton plante, für Verstimmung bei Software-Entwicklern gesorgt. [dpa/buhl]

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