Im Test: Philips 65OLED984 – Top-Modell mit super Sound

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Die pixelgenaue OLED-Lichterzeugung verhindert ausbleichende Farben in dunklen Bildbereichen. Bereits in neutraler Voreinstellung und SDR-Signalzuspielung ohne Farboptimierung satte Farbdarstellung. Umschaltung in Farbraummodus „breit“ ­inklusive Farboptimierung hebt Grundsättigung deutlich an

Natürliche, aber fast schon etwas zaghafte HDR-Farbabstimmung in neutralen Bildeinstellungen. Philips scheint hier die eigene Bildverarbeitung im Blick zu behalten: Selbst mit eingeschalteter Farboptimierung in geringer Stufe erscheint das HDR-Ergebnis nicht zu stark übersättigt

Überzeugende HDR-Kinofarbraumabdeckung. Kinofarben erscheinen satter als mit den meisten LED-LCD-TVs. Im maximalen Rottonbereich zeigte unser Testmuster leichte Sättigungsdefizite in den Voreinstellungen, was sich über das Farbmanagement korrigieren ließ

Der maximale HDR-Farbraum wird vom OLED984 nur gut abgedeckt, sodass besonders im Rot- und Grünbereich nicht das maximal mögliche Sättigungsniveau erreicht werden kann. Dennoch überzeugende HDR-Farbabstimmung, sodass Sie auch mit Videospielsignalen eine satte Farbwiedergabe erleben

Die Maximalhelligkeit erreicht der OLED984 nur mit kleinsten Weißpunkten vor schwarzem Hintergrund. Die RGB-Farblichtleistung des OLED-Panels liegt bei maximaler Sättigung bei knapp 450 Nits, schwächer gesättigte Farben oder Weißlichtelemente werden auf 500 bis ca. 900 Nits gesteigert

Die Farbvolumenmessung erreicht ohne Bildnachbearbeitung schwächere Werte als mit aktivierter Farboptimierung, was einmal mehr unsere Vermutung unterstreicht, dass Philips zugunsten der eigenen Bildverarbeitung die neutralen Bildeinstellungen etwas kontrastschwächer als vorgesehen abstimmt

Hohe Detail- und Weißlichthelligkeit mit SDR-Quellen (PNR-Modus) und HDR-Quellen von bis zu 900 Nits. Vollflächig helle Bilder werden automatisch in der Helligkeit gedrosselt, das automatische Dimming auf bis zu 120 Nits lässt sich nicht vermeiden

Standbildelemente werden knapp 4 Minuten mit hoher Helligkeit wiedergegeben, danach langsamer und gleichmäßiger Helligkeitsabfall. Erst bei längerer Standbildanzeige störende Bildabdunklung möglich (laufende Videobilder ohne Kontrastwechsel ebenfalls betroffen)

Dass sich die Messwerte des 65OLED984 minimal vom 55OLED854 unterscheiden, liegt auch an der leicht unterschiedlichen Subpixelgestaltung des 65-Zoll-OLED-Panels. Das OLED-Panel arbeitet in hellen Bildbereichen flimmerfrei, eine Schwarzbildeinblendung bietet Philips nicht

Durch die hohe Grundhelligkeit ist der OLED984 anfällig für zeitlich begrenzte Nachleuchteffekte, die wie Schattenmuster erscheinen. Besonders bunte Bildinhalte (z. B. gelbe, grüne oder rote Elemente) können Nachleuchtmuster provozieren. Dieser Effekt wird binnen weniger Sekunden automatisch kompensiert

Farbtemperatur-Voreinstellung Warm mit Grün-Gelbschimmer, andere Voreinstellungen zu kühl. Manueller 2- oder 20-Punkt-Abgleich für eine noch präzisere Wiedergabe möglich

Optimale Schwarzdarstellung ohne künstliche Aufhellung. Philips verbessert im Vergleich zu den Vorjahren die Durchzeichnung dunkler Bildbereiche. In neutralen Bildeinstellungen lassen sich künstliche Kontrasteffekte nahezu vollständig vermeiden. Durch Perfect Natural Reality überzeugende SDR-Kontrastoptimierung

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10 Kommentare im Forum

  1. Mit anderen Worten, wer schon ein Soundsystem hat, der sollte eher auf die preisgünstigeren OLED Modelle von Philips zurückgreifen. Oder?
  2. Mir gefällt der Sound der OLED mit Sound von Bowers & Wilkins, absolut nicht. Ich habe mir extra eine neue Anlage gekauft.
  3. Eine gute Anlage kann man sicher mit dem "On Board" Sound eines TVs auch nicht ersetzen. Das reicht für Sendungen wo es nicht so drauf an kommt aus, aber nicht viel mehr.
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