ARD lag 2015 bei Nutzung des Teletextes vorn

12.01.2016, 12:48 Uhr, kw

Die ARD war 2015 Marktführer bei der Nutzung des Teletextes. Mit einem überarbeiteten HbbTV-Angebot und einer Android- und iOS-App will sie den Videotext für die Zukunft rüsten.


Die Öffentlich-Rechtlichen lagen 2015 ganz vorn: Während das ZDF 2015 Quotensieger beim Fernsehen war, belegt die ARD bei der Nutzung des Teletextes den ersten Platz. Wie der Senderverbund am Dienstag mitteilte, konnte der Videotext der ARD 19 Prozent der Zeit für sich verbuchen, die die Zuschauer den Teletext verwenden.


An zweiter Stelle folgte das ZDF mit 17,3 Prozent und weit abgeschlagen an dritter Stelle im einstelligen Bereich RTL. Den Videotext des Privatsenders nutzten die Zuschauer 9,2 Prozent der Teletext-Zeit.
 
Im Durchschnitt griffen 2015 3,8 Millionen Menschen pro Tag  auf den ARD-Teletext zu. Mit 41 Millionen verschiedenen Besuchern lasen rund 60 Prozent der Fernsehzuschauer Seiten des ARD-Videotextes. Die meisten Zugriffe erfahren dabei Meldungen der "Tagesschau", Sportberichte und Programminformationen.
 
Auch hinsichtlich anderer Ausspielwege erfreut sich der Teletext des öffentlich-rechtlichen TV-Senders großer Beliebtheit. Im Internet verzeichnete das Teletext-Angebot der ARD durchschnittlich mehr als 22 Millionen Abrufe pro Monat. Die Zukunft des internetfähigen Fernsehens sieht die ARD in HbbTV. Um für die kommende Zeit gerüstet zu sein, hat die Sendeanstalt zum Jahreswechsel die HbbTV-Version ihres Teletextes überarbeitet. Damit soll den Nutzern mehr Auswahl zur Darstellung der Inhalte sowie verbesserten Service geboten werden.
 
"Wir haben das Angebot schlanker gemacht, sodass eine Parallelnutzung von aktuellen Informationen und Fernsehprogramm möglich ist", erklärt Frauke Langguth, Redaktionsleiterin ARD Text. "Gerade bei Live-Tickern und auch dem beliebten Teletwittern funktioniert das sehr gut."
 
Gleichzeitig bietet die ARD Interessierten die Inhalte des ARD-Videotextes als App für Android und iOS an. "Kurz und gut - das gilt bei uns nicht nur für die Inhalte, sondern auch für die Datenübertragung", so Frauke Langguth.

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