[Blick ins Forum] Die Kabelbetreiber sind "eingeknickt"

05.07.2011, 16:12 Uhr, rh

Die Einspeisung der HD-Programme der Privaten bei Kabel Deutschland und Kabel BW sorgte in der vergangenen Woche für viel Gesprächsstoff. Aber auch die gelbe Filzkugel, Charlie Harpers Tod und schiefe Tonlagen im "Herrn der Ringe" blieben nicht unbemerkt.

Einspeisung der HD-Programme der Privaten bei KD und Kabel BW


Kabel Deutschland wird ab Herbst die HD-Programme der ProSiebenSat.1-Gruppe in sein Kabelnetz einspeisen. Konkurrent Kabel BW hat sich mit der RTL Group geeinigt. In beiden Fällen müssen die Kunden mit den dazu gehörigen Restriktionen leben. User "LSD" wundert sich, warum die Einspeisung der Sender als große "Kundenfreundlichkeitsoffensive" gefeiert wird, da beide Unternehmen "trotz anderslautender Beteuerungen eingeknickt" seien. Gesiegt hätten "weder Zuschauer noch die Kabelnetzbetreiber", sondern die Sendeveranstalter, die "mit ihren größtenteils erschreckend billigen und obszönen Programmen (...) sich von ihren Shareholdern feiern lassen [können]". "Mr.Seltsam" befürchtet, "dass jeder das TV-Programm bekommt, das er verdient".
 
Mitglied "23goalie" findet es hingegen interessant, dass sich bis jetzt "noch keiner mit beiden Sendergruppen geeinigt" hat. "Paranox" und "Gorcon" fragen sich indes, warum "die Privaten" eingespeist werden. Es gebe Sender, "wo HD drauf steht und auch HD drin steckt". Gerade bei Sixx sei sich "Paranox" "da nicht so sicher". Auch "Seidi" würde die drei Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe "lieber für HD Sport Extra, ESPN HD und irgendeinen Filmkanal" eintauschen. User "Edelmax" stellt klar: "Man kann auch einfach auf diesen ganzen Quatsch verzichten und damit stören auch die Restriktionen nicht mehr. Und wenn das fast alle so machen, wird sich wieder was ändern. Werbung in HD wird nicht interessanter als ohne".
 
Wenn Sie über die Einspeisung der Programme diskutieren möchten, haben Sie in unserem Forum die Möglichkeit dazu.

Wimbledon im Free-TV: Warum Gewinnsummen mit GEZ-Geldern subventionieren?


Nachdem die deutsche Tennisspielerin Sabine Lisicki sich beim Wimbledon-Turnier bis ins Halbfinale spielen konnte, zeigte sich der Präsident des Deutschen Tennis Bunds unzufrieden mit den medialen Rahmenbedingungen und hätte sich gewünscht, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender die Spiele der Deutschen "rausgekauft" hätte. Der ARD-Sport-Koordinator Axel Balkausly zeigte sich von dem Vorstoß wenig begeistert. "Premier4All" stellt die Frage: "Wollen das ARD und ZDF denn überhaupt?". "Terranus" kann die Öffentlich-Rechtlichen verstehen und wundert sich, "warum die horrenden Gewinnsummen mit GEZ-Gebühren subventioniert" werden sollten. Des Weiteren sei auch in anderen Ländern "Wimbledon längst im Pay-TV versunken". Auch in Österreich "kauft man (...) nur mal schnell die Rechte nach, wenn ein Landsmann erfolgreich ist". "XL-MAN" äußert sich ähnlich: "Kaum trifft mal ein Tennisspieler halbwegs den Filzball, schreit man nach ARD und ZDF". Es reiche doch "völlig aus", wenn Sky alles überträgt.
 
"MarkusM" entgegnet, dass "viele  Tennisturniere aus Deutschland (...) mittlerweile Sport1 was zahlen [müssen], damit die überhaupt noch übertragen werden". Er findet, dass Europsort immernoch "der beste Kanal für Tennis im Free-TV" ist. Auch "nickNite" äußert sich kritisch und schreibt, dass Wimbledon zeige, "wie ein Pay-TV-Sender ein Turnier (...) kaputt machen kann". Tennis-Fans müssten sich "jede Menge Grundschrott, Fußball, Eishockey und Golf dazu kaufen, um zwei Wochen im Jahre mit Wimbledon-Tennis bedient zu werden". "Digger68" sieht die Schuld, warum "die Basis für den Sport wegbricht", bei den Sportverbänden. Diese sollten "zusehen, dass ihr Sport nicht im Pay-TV verschwindet" und "nicht ständig mehr Kohle" fordern. Nutzer "arte" findet es zudem "lächerlich und arrogant, dass in Deutschland Sport erst interessant wird, wenn Deutsche halbwegs erfolgreich werden".
 
Was meinen Sie, sollten die deutschen Tennisprofis mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen aufschlagen? Ihre Meinung können Sie im entsprechenden Thread mitteilen.

Tonfehler beim "Herrn der Ringe": Gab es keine Endkontrolle?


Endlich sind die Extended Editions der "Herr der Ringe" Trilogie auf Blu-ray erschienen, schon gibt es Grund zum Ärger. Ein Fehler bei der deutschen Tonspur mildert die Freude vieler Fans. Publisher Warner hatte mit einer Stellungnahme reagiert und bietet ab August einen Umtausch-Service an. User "ElimGarak" findet diesen Umstand für Warner jedenfalls "peinlich" und fragt sich, ob "all diese Firmen keine Qualitätskontrolle mehr [haben]". Auch für "rs-lennep" ist klar, dass "jemand beim Authoring und erst recht bei der - hoffentlich - stattgefunden Endkontrolle (...) geschlampt [hat]". "»»-MiB-««" kauft sich jedenfalls nichts mehr von Warner, denn "bei denen gibts weder Aufkleber noch Wendecover, sondern nur das riesen FSK-Logo und das kommt mir nicht ins Haus".
 
Was halten Sie davon, dass eine heiß erwartete Veröffentlichung wie die Langfassungen des "Herrn der Ringe" fehlerhaft in den Handel kommt? Im Forum können Sie darüber diskutieren.

Ashton Kutcher als unehelicher Sohn von Charlie Sheen?


Die Autoren der Sitcom "Two And A Half Men" lassen in einem Drehbuchentwurf Hauptfigur Charlie Harper sterben. Ashton Kutcher, Nachfolger des skandalgebeutelten Charlie Sheen, soll dann Haus samt Einwohner übernehmen. Für "renegade017" "stirbt damit auch Two And A Half Man". Auch "Rafteman" wird "wohl nicht mehr schauen", denn "ohne Charlie ist es nicht mehr dasselbe". "Bastiii" wird es sich hingegen "definitiv" und "bis zum bitteren Ende" ansehen, auch, wenn es für ihn nicht mehr die Serie ist, die er "so genial" fand. Er findet, dass "ein kommerzieller Beigeschmack" bleibt, denn "im Grunde ist die Serie beendet, wenn die absolute Hauptfigur das Handtuch wirft oder entlassen wird". "Thaddäus" orakelt, ob Ashton nicht "irgendein Sohn einer Jugendaffäre von Charlie" sein könnte.
 
"Jake harper" wundert sich in diesem Zusammenhang über das amerikanische Erbrecht. Schließlich würden Charlies Beziehungen nicht lange genug halten, "um das Testament zu Gunsten der 'Tagesabschnittspartnerinnen' zu ändern". "Thunderball" würde sich jedenfalls kein Haus kaufen, in welchem er "Zwangsbewohner" hätte. "Bdroege" findet, dass es nicht "störend" wäre, "wenn man das Haus als Geldanlage/Steuersparmodell kauft (...), wenn ein Bewohner Dauerwohnrecht hat". Er hat eine Lösung: "Haus mit Mitbewohner kaufen, Mitbewohner rausekeln, Haus teuer verkaufen".
 
Wie Sie Zum Tod von Charlie Harper und dem amerikanischen Erbrecht stehen, können Sie im Forum mitteilen.

Sky Anytime - aber nicht Anywhere


Der Pay-TV-Anbieter Sky führt das Abrufangebot Sky Anytime ab August in Deutschland ein - zunächst nur für Satellitenkunden. User "dermuenchner" ärgert sich: "Es kann nicht angehen, dass Kabelkunden ständig das Nachsehen haben" und bittet um eine rasche Umsetzung für die Kabelnetze. "aseidel" vermutet, dass dafür "sicher wieder ein Kanal herhalten [müsste], wobei sich die Kabelnetzbetreiber schwer tun werden". "Bdroege" fragt sich, "warum Sky (...) nicht auf IPTV [setzt], um das Problem mit fehlender Kapazität im Kabel zu umgehen". "Tom123" vermutete, dass die "Telekom (als hauptsächlicher Anbieter) zu viel Geld will und es somit geschäftlich unsinnig wäre".
 
"Tramp88" hält den Dienst bei den Strompreisen in Deutschland für "eine teure Sache", schließlich würde "die ganze Nacht die Festplatte rödeln und den Receiver am Netz halten". Für "camouflage" kommt Sky Anytime "bei dem Geklacker der Festplatte" eh nicht in Frage.
 
Was halten Sie von Sky Anytime? Im Forum können Sie über den Diesnt diskutieren.
 
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