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J. Edgar (Blu-ray)





J. Edgar Dieser Artikel bei Amazon.de
Originaltitel:
J. Edgar
Genre:
Drama
Land/Jahr:
US 2011
Vertrieb:
Warner Home Video
Bild:
MPEG-4, 2.35:1
Ton:
Dolby Digital 5.1 - Deutsch, DTS HD-Master Audio 5.1 - Englisch
Regie:
Clint Eastwood
Darsteller:
Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Naomi Watts, Josh Lucas, Judi Dench
Laufzeit:
ca. 136 Min
FSK:
Freigegeben ab zwölf Jahren
Wendecover:
Nein
Anzahl der Disks:
1

Verkaufstart:
25.05.2012

INHALT



Trailer / Video:

Kurzinhalt zu "J. Edgar":

Leonardo DiCaprio (Inception, Blutdiamant) brilliert in der Titelrolle als J. EDGAR HOOVER, der für ungefähr 50 Jahre Chef des Federal Bureau of Investigation war. Hoover wurde gefürchtet, bewundert, geächtet und verehrt, er war ein Mann der die Wahrheit eben so leichtfertig verbog, wie er unablässig für sie kämpfte. Seine Methoden waren ebenso heroisch wie skrupellos, und all das diente nur dem einen Ziel, das er nie erreichte: Er wollte von der Welt bewundert werden. Sorgfältig verbarg er sein Privatleben und all das was sein Image, seine Karriere und sein Leben hätte zerstören können.

KRITIK


Als Mitbegründer und Kopf des FBI war John Edgar Hoover durchaus bewusst, was es bedeutet, durchleuchtet zu werden. Er selbst achtete daher sehr darauf, sein eigenes Privatleben zu hüten, damit sein Ruf als Erzkonservativer vor der Öffentlichkeit aufrechterhalten bleibt. Daher erscheint es wie eine Ironie des Schicksals, dass Regie-Altmeister Clint Eastwood nun eine Film-Biografie schuf, die ebenjene Maske filmisch zum bröckeln bringt oder zumindest das weiter verbreitet, was diverse Historiker bereits in ihren Abhandlungen zu Hoover diskutierten. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Geschichte liefert die äußerst ambivalente Persönlichkeit in jedem Fall eine interessante Grundlage für solch einen Film.
 
Geheimnisträger
Eastwoods Werk konzentriert sich hauptsächlich auf die Entwicklung Hoovers, fokussiert die wichtigsten Vorfälle aus 48 Jahren Amtszeit, in denen er unter sage und schreibe acht Präsidenten diente. So beginnt das Drama mit einem auf alt getrimmten Leonardo DiCaprio in der Rolle des FBI-Chefs, der aus Publicity-Gründen seine eigene Biografie in Auftrag gibt und dabei ein waches Auge auf sein Image hat. Innerhalb dieser Rahmenhandlung gibt es Rückblenden, z. B. in das Jahr 1919, in dem es einen Bombenanschlag auf Hoovers damaligen Arbeitgeber, den Anwalt Alexander Mitchell Palmer (Geoff Pierson) gab. Die Überreste der Explosion schockieren den jungen Angestellten dermaßen, dass der Vorfall seine spätere Entwicklung zum Hardliner entscheidend beeinflusst. Auch das Verhältnis zu seiner Mutter sowie die missglückten Annäherungsversuche an Helen Gandy (Naomy Watts) finden Beachtung, zumal sie die wichtigsten weiblichen Einflüsse seines Lebens waren. Eastwoods Drama bleibt dabei ausgesprochen menschlich, intelligent und unpathetisch. Es bewertet weder die positiven Einflüsse Hoovers noch die negativen. Zu Hoovers großen Leistungen gehörte u. a. die wissenschaftlich fundierte Verbrechensbekämpfung im Allgemeinen sowie die Einführung von geordneten Fingerabdruck-Karteien im Speziellen. Ohne diese Systematisierung würden die Polizeibeamten vermutlich heute noch den Tatort bereinigen anstatt Spuren zu sichern. Diese Erneuerung des Polizeidienstes hatte allerdings auch ihren Preis.
 
Genie und Wahnsinn
Auf der anderen Seite der Medaille stehen unter anderem Hoovers wahnhafter Kampf gegen die "kommunistische Bedrohung", sein angebliches Vorgehen gegen Menschenrechtler sowie die Anwendung illegaler Methoden. Natürlich war sich Hoover auch über die Medienwirksamkeit bewusst und nutzte solche Ergebnisse, wie die Verhaftung des Bankräubers John Dillinger oder die Auflösung der Lindbergh-Entführung, als groß angelegte Publicity für seine Organisation. Ebenso förderte er die Auftritte des FBI in fiktiven Filmen - ob ihm dieser gefallen hätte?  ft 

Film
Wertung 7/10

BILD


Fenster zur Vergangenheit
Die Filme Clint Eastwoods sind für ihren oft sehr düsteren Look bekannt, der mit seinem harten Kontrast und den (meist auf Grün und Braun) reduzierten Farben ein altertümliches Flair verbreitet. Das ist auch hier der Fall, wobei die jeweilige Einfärbung ein guter Indikator für die unterschiedlichen Zeitebenen ist. Die Gegenwartsebene der 1950er Jahre trägt zwar etwas mehr Farbe, ist aber dennoch alles andere als volltönig. Zudem existieren einige überbelichtete Sequenzen die den krassen Gegensatz zu den sonst sehr dunklen Bildern bilden.

Bildqualität
Wertung 8/10

TON


Für die Ohren gibt es ein glaubhaftes, dreidimensionales Klangambiente. Dieses nimmt zwar keine spektakulären Dimensionen an, gefällt aber durch den intelligenten Einsatz der Signalortung. Die übliche, stille Eastwood-Komposition für das Piano erfüllt ihren Zweck und vermenschlicht die tragische Figur Hoovers noch ein gutes Stück mehr.

Tonqualität
Wertung 7/10

BONUS


Ein 18-minütiger Bonusbeitrag über die historische Person schildert die Recherche und die Arbeit am Drehbuch.

  • Featurette
  • Trailer
Bonusmaterial
Wertung 3.5/10

INHALT

Film
7/10

Handwerklich solider Abriss über das Leben und Wirken einer der interessantesten Personen der Neuzeit, authentisch dargestellt durch Charaktermime Leonardo DiCaprio.
Bonusmaterial
3.5/10
Technik
7.5/10
Bildqualität
Wertung 8/10
Tonqualität
Wertung 7/10
Gesamt

GALERIE

Quelle des Film-Inhalts: der jeweils in der technischen Beschreibung angegebene Filmvertrieb/Filmverleih