DAB Plus: Millionengrenze bei Geräten in Sicht - ZVEI zufrieden

11.10.2011, 09:27 Uhr, ar

DAB Plus als Erfolgsgeschichte? Der Händlerverband ZVEI geht davon aus, dass 2012 bereits die Grenze von eine Million verkauften Digitalradios überschritten wird. Die Erwartungen von Endgeräteindustrie und Händlern hätten sich seit dem Startschuss am 1. August "mehr als erfüllt".


Hans-Joachim Kamp, Vizepräsident des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI), führte die optimistischen Prognosen auf Gespräche mit Vertretern aus Industrie und Konsumforschung zurück. Vor der IFA 2011 in Berlin im September hatte der Verband bereits den Verkauf mehrerer hunderttausend digitaler Radiogeräte bis Jahresende in Aussicht gestellt.
 
Damit würden die Erwartungen der Programmveranstalter bestätigt, die von einem Geräteabsatz in dieser Größenordnung ausgegangen waren, hieß es. Mitentscheidend für die ausgezeichnete Prognose für 2012 und die derzeit guten Orderzahlen sei die große Präsenz der Gerätehersteller auf der weltgrößten Ordermesse IFA 2011. ZVEI rechnet außerdem mit einem "ausgezeichneten Weihnachtsgeschäft".


Mittlerweile sind mehr als 140 verschiedene DAB-Plus-fähige Endgeräte zu Preisen ab 50 Euro auf dem deutschen Markt erhältlich. "Wir freuen uns über die Zahlen und fühlen uns bestätigt, an der Marktdurchdringung werden wir mit Hochdruck weiter arbeiten", so die Bewertung von Michael Reichert, Leiter des Projektbüros Digitalradio. "Unser nächster Meilenstein ist jetzt das Programmangebot der ARD-Sender. Diese werden mit vielen Zusatzdiensten und weiteren Angeboten die Attraktivität von Digitalradio weiter steigern", so Reichert weiter.
 
Zum 1. August 2011 ist die Digitalradio-Plattform auf DAB-Plus-Basis in Deutschland gestartet. Das bundesweite Angebot besteht derzeit aus drei öffentlich-rechtlichen und neun privaten Angeboten. Ergänzend sind in den einzelnen Bundesländern auch die landesweit ausgestrahlten Programme der ARD auf Sendung: so in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in Berlin/Brandenburg. In den nächsten Monaten werden die Angebote auch in den anderen Bundesländern aufgeschaltet, parallel laufen vielerorts Ausschreibungen für private Regionalsender.

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