Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 5.0 von 5.0 - 1 Stimme(n).

  • Hintergrund • Ein gefundenes Fressen

  • Apple als Plattformanbieter

 erstellt am 02.11.2010 von Mark Hankmann

Juni 2010 - Wie nicht anders zu erwarten, wurde den deutschen Händlern das iPad von den Apple-Slaves – so werden in den USA Menschen genannt, die Apple-Produkte nur deshalb kaufen, weil sie von Apple sind – aus den Händen gerissen. Das iPad löst in erster Linie Frohlocken gemischt mit ein wenig Nervosität seitens der Verleger aus, scheint es doch endlich das Gerät zu sein, mit dem sich Paid-Content-Modelle durchsetzen könnten. Auf den zweiten Blick wird jedoch deutlich, wo das iPad noch für ein Erdbeben sorgen könnte: im Fernsehen. Nun unternehmen die Amerikaner nicht die ersten Gehversuche im TV-Bereich.

 
 

Als hätte Steve Jobs geahnt, dass dieser Ausflug zunächst ein Flop wird, hat er die iTV-Box in Apple TV umbenannt, um den erfolgreichen "i"-Produkten keinen Schaden zuzufügen. Ebenso wenig wie Maxdome gelang es Apple, das Wohnzimmer mit einer zusätzlichen Set-Top-Box zu erobern. Mit dem iPad hat es Apple auch nicht auf den Flachbildschirm abgesehen. Apples neuestes Kind wird das mobile Fernsehen auf Touren bringen. Getreu dem Motto "Wir reden mit der Presse nur, wenn wir etwas Tolles zu sagen haben" schweigt sich Apple über die Strategie, die hinter dem iPad steckt, aus. Jedoch ist es mehr als plausibel, dass das iPad das Empfangsgerät für mobiles Fernsehen werden wird. Bereits auf dem iPhone hat das Bewegtbild Einzug gehalten. Die Deutsche Telekom verzeichnete für ihr mobiles Bundesliga- Angebot eine Steigerung bei den Zugriffsraten um das 40-fache im Vergleich zur letzten Saison. Kein Wunder, dass die Bonner das Angebot in der nächsten Spielzeit ausbauen wollen.

Marketing und Technik


Für das iPad haben bereits die ersten Programmanbieter ihre Applikationen angekündigt. Sky will über den Apple-Tablet ebenso mit von der Partie sein wie Eurosport. Pro Sieben Sat 1 hat mit N 24 HD sogar ein hochauflösendes Format fürs iPad in Aussicht gestellt. Und selbst bei den Öffentlich-Rechtlichen existieren bereits Formate, die für den mobilen TV-Konsum konzipiert sind. Beispielhaft sei hier die 100-Sekunden-Tagesschau genannt. Apple erschließt sich mit dem iPad also einen Markt, für den es bereits Inhalte oder Services gibt, der jedoch bislang ohne jeden Erfolg daherkommt. Das ist insbesondere in Deutschland nach dem DVB-H-Debakel der Fall.
 
In anderen europäischen Ländern sieht es allerdings nicht viel besser aus. DVB-H kommt kaum irgendwo über den Projektstatus hinaus. Solche Marktverhältnisse hat Apple mit dem iPod und iPhone ausgenutzt und dies wird es mit dem iPad ebenso machen. Dabei muss Steve Jobs kaum fürs eigene Produkt werben. Die Sender selbst kündigen ihre iPad-Dienste freudig an und Apple sammelt sie lediglich auf wie reife Früchte, die vom Baum gefallen sind. Die US-Amerikaner sind dabei noch nicht einmal sonderlich innovativ, wie es schon bei iPod oder iPhone der Fall war. Tablet-PCs gibt es bereits seit geraumer Zeit. Ein perfektes Marketing sowie die ausgereifte Produkttechnik und Bedienbarkeit machen aus Apple-Geräten Kultobjekte. Aufgrund der gewachsenen Fangemeinde, die seit dem iPod über die Mac-Welt hinausreicht, erledigt sich für Apple das Marketing schon fast von allein.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
  •  drucken 
  •  empfehlen 
  •  merken
  •  abonnieren 
  • Gefällt mir
  • Am Kiosk und im Abo

DIGITAL FERNSEHEN 06/2012
DIGITAL TESTED 03/2012
HD+TV 03/2012
BLU-RAY MAGAZIN 04/2012
SATELLIT EMPFANG + TECHNIK 3/2012
AUDIO TEST 03/2012
3D+TV 01/2012
BLU-RAY TEST 02/2012


 
Anzeige
Beliebteste Meldungen
Finden Sie uns auf Facebook
Aktuell im Abo
Bild: Auerbach Verlag

DIGITAL INSIDER 05/2012
Während in Deutschland noch die Vorratsdatenspeicherung trotz Drucks aus Brüssel diskutiert wird, sind andere Länder bei der Bekämpfung von Urheberrechtsverstößen im Internet schon einen Schritt weiter. Mit Warnhinweismodellen sollen Nutzer über ihr illegales Verhalten aufgeklärt oder bei Wiederholungstätern geahndet werden. Allerdings müssen sich die Modelle in Frankreich, Irland und Großbritannien heftige Kritik gefallen lassen. Auch in Deutschland wird ein solchen Modell kontrovers diskutiert. Lesen Sie im DIGITAL INSIDER, was die Politik will und wogegen sich die Industrie stemmt. mehr...
Umfrage
Der Kinosommer 2012 steht an und bringt wieder jede Menge erhoffter Blockbuster mit sich. Doch was wünschen Sie sich von den Kinobetreibern, um mehr Stunden in den Filmpalästen zu verbringen?










Newsletter
Bildergalerien
  • Workshop Radioempfang 

    Letzte Aktualisierung:  24.05.2012

Dave & Ted
Dave & Ted (Episode 22)Ted ist total verrückt nach Videospielen. Wenn er mit seiner Konsole unterwegs ist, vergisst er die Welt um sich herum. Welche Abenteuer er dabei bestreiten muss, erfahren Sie nach dem Klick. mehr ...
Dr. Test
Dr. Test und die herzerwärmende TechnikHaben Sie auch schon mal diese hübschen Kaminfeuer-DVDs gesehen, mit denen sich die Illusion erzeugen lässt, ein paar knackende Holzscheite würden wohlige Wärme in die eigenen vier Wände zaubern? Eine tolle Sache! Welche hererwärmenden Maßnahmen Dr. Test noch auf Lager hat, lesen Sie hier... mehr ...