Free-TV-Sender FTL stellt Sendebetrieb nicht ein - Kabelausbau

05.08.2013, 11:20 Uhr, fm

Nachdem FTL am Freitag überraschend über Astra 19,2 Grad Ost abgeschaltet wurde, hat der Free-TV-Sender nun Entwarnung gegeben. Demnach stellt der Sender seinen Betrieb nicht ein. Bereits in Kürze soll FTL wieder über NetCologne, Zattoo und als Livestream zur Verfügung stehen. Auch an Satellit und am weiteren Kabelausbau wird gearbeitet.


Der erst im Dezember gestartete Free-TV-Sender FTL sorgte am Freitag für ordentlich Wirbel. Der Kanal war überraschend über Astra 19,2 Grad Ost abgeschaltet worden. Auf der bisher genutzten Frequenz 12 633 MHz horizontal (DVB-S, Symbolrate 22 000, Fehlerkorrektur FEC 5/6) ist seitdem Werbung des Transponder-Betreibers Media Broadcast zum Thema Digitalradio zu sehen. Auch die Senderkennung für FTL wurde entfernt. Gleiches gilt für den Web-TV-Anbieter Zattoo. Zudem war am Wochenende auch vorübergehend der Livestream auf der Internetseite des Senders offline.


Die Anzeichen legten den Verdacht nahe, dass FTL seinen Betrieb einstellt. Doch nun gab der Kanal Entwarnung. Wie der Sender am Montag gegenüber DIGITAL FERNSEHEN erklärte, arbeitet der Kölner Programmveranstalter aktuell auf Hochtouren daran, seinen Entertainment-Kanal wieder auf möglichst vielen Ebenen anzubieten. Zu den Gründen, wieso der Sender plötzlich von allen Plattformen verschwunden ist, wollte man sich in Köln allerdings nicht äußern.
 
Bereits in Kürze soll FTL wieder über den Web-TV-Anbieter Zattoo und über den Kabelnetzbetreiber NetCologne zur Verfügung stehen. Der Livestream läuft bereits wieder. Auch die Rückkehr zu den beiden Kabelanbietern wilhelm.tel und willy.tel wolle man in Angriff nehmen, hieß es weiter. Gleiches gilt für die erneute Ausstrahlung via Satellit über Astra. Wann es soweit ist, konnte der Sender aber nicht sagen. Einen konkreten Zeitplan gibt es offenbar noch nicht.
 
Darüber hinaus nimmt der Programmveranstalter den weiteren Ausbau in Sachen Kabel ins Visier. Erst Ende Juli hatte FTL bekannt gegeben, dass der Sender ab Januar 2014 auch eine Verbreitung über die Netze von Unitymedia und Kabel BW plant. Damit würde das in Köln produzierte Programm seine Reichweite etwa 6,7 Millionen Kabel-Haushalte erweitern. Auch Kabel Deutschland habe man bereits ins Auge gefasst. Ob und ab wann der Sender auch in die Netze des größten deutschen Kabelanbieters kommt, steht bisher aber noch nicht fest.
 
Technisch soll sich bei FTL ebenfalls demnächst etwas tun. Um seinen Zuschauern künftig noch leichter alle wichtigen Informationen zum Programm zukommen zu lassen, will FTL nun ein EPG-System einführen. In Kürze sollen zudem viele Sendungen auch im 16:9-Format zu sehen sein. Einen konkreten Termin nannte der Veranstalter hiefür allerdings ebenfalls noch nicht.

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