Kabel Deutschland legt Beschwerde gegen Kartellamtsbescheid ein

22.03.2013, 15:02 Uhr, mh

Die geplanten Übernahme von Tele Columbus ist bei Kabel Deutschland trotz des Verbots vom Bundeskartellamt noch nicht vom Tisch. Der Kabelnetzbetreiber hat nun Beschwerde gegen die Entscheidung der Kartellwächter eingereicht.


Kabel Deutschland (KDG) hat gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts, den Verkauf von Tele Columbus an die Münchener zu untersagen, Beschwerde eingelegt. "Die Beschwerde wurde beim Bundeskartellamt eingereicht, die von diesem an das OLG Düsseldorf weitergeleitet wird", erklärt KDG-Sprecher Marco Gassen auf Anfrage des DF-Schwestermagazin DIGITAL INSIDER.


Nähere Informationen zu den Gründen der Beschwerde liegen derzeit nicht vor. "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns aktuell in der Sache nicht weiter äußern werden", so Gassen gegenüber DIGITAL INSIDER. Kabel Deutschland hat auf dem letzten Drücker gehandelt, denn die Einspruchsfrist läuft mit dem heutigen Tag ab.
 
Vor einem Monat hat das Kartellamt den Verkauf von Tele Columbus an Kabel Deutschland untersagt. Die Übernahme würde das Duopol von KDG und Unitymedia Kabel BW verstärken. Zudem fiele nach Ansicht der Kartellwächter mit Tele Columbus der größte Wettbewerber zu Kabel Deutschland auf dem Gestattungsmarkt weg.

  • Gefällt mir