Kohl: "Ein Komplettausbau ist sinnvoll und erforderlich"

29.02.2016, 16:24 Uhr, buhl

Der Breitbandausbau hat vor allem das Ziel, alle Haushalte in Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen. Trotz wechselnder und sich entwickelnder Technologien hält Helmut Kohl, Präsident des Telecom e.V., dieses Ziel für notwendig.

Bild: © Helmut Kohl


Ob Vectoring, XG-Fast, Kabel oder Glasfaser - die unterschiedlichen Wege sollen alle in ein Ziel münden: Schnelles Internet von mindestens 50 Mbit/s für alle Bundesbürger. Danach strebt die Bundesregierung und auch für den Präsidenten des Telecom e.V., Helmut Kohl, ist dieser Komplettausbau "nicht nur sinnvoll, sondern erforderlich", wie er im Gespräch mit der DF-Schwesterpublikation DIGITAL INSIDER betont.
 
Mit Blick auf die Zukunft und angesichts der Debatte um die richtige Technologie, die einen gezielten Ausbau bisher verhindert, warnt Kohl angesichts des wachsenden Bedarfs der Kunden, "dass wir 2025 FTTB oder gar FTTH brauchen, überall. Wenn wir diesen Ausbau nicht heute beginnen, werden wir das schon zeitlich nicht schaffen."


Dabei plädiert der Telecom-Präsident weiter für Glasfaser, das zukunftssicher sei und eine Lösung darstelle, die nicht bei jedem neuen technischen Vorschlag mit Grabungsarbeiten und vorzeitiger Systemabschaltung verbunden sei. Um das große Ziel zu erreichen, kann Kohl sich auch eine Zwischenlösung mit Vectoring vorstellen: "Ob da übergangsweise auch noch VDSL-Vectoring eine Rolle spielt, ist solange angemessen, um die wachsende Nachfrage schon auf dem Weg zu befriedigen, solange das übergeordnete Ziel erreicht wird."
 
Das komplette Interview mit Helmut Kohl lesen Abonnenten in der werktäglichen Business-to-Business-Publikation DIGITAL INSIDER, die es im Abo unter Heftkaufen.de und per Mobile-App für iOS und Android gibt.

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