Neue Dokureihe "ZDFzeit" geht auf Schatzsuche

17.01.2012, 12:06 Uhr, su

Ab dem heutigen Dienstag (17. Januar) zeigt das Zweite seine neue Dokumentationsreihe "ZDFzeit". DIGITALFERNSEHEN.de sprach vorab mit Roman Beuler, dem Redaktionsleiter Zeitgeschehen, über das neue Format.

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Mit dieser Montage wirbt "ZDFzeit" für seinen ersten Film "Auf der Jagd nach verlorenen Schätzen"
Bild: ZDF/Janine Panse/Andre Goetzmann


Den Beginn der neuen Dokumentationsreihe macht am heutigen Dienstag (17. Januar) um 20.15 Uhr der Film "Auf der Jagd nach verlorenen Schätzen" (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Darin spürt das ZDF-Team den seit 1945 verschollenen Wettiner Schatz in der Eremitage von Sankt Petersburg auf. Der größte Teil des millionenschweren Sachsen-Schatzes war nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion verschleppt worden. Jahrelang hatte die Familie vergeblich recherchiert.
 
Um die thematischen Schwerpunkte "Schätze und Geheimnisse" sollen sich dann auch die nächsten Filme drehen. "In 'Geheimes Deutschland' beschäftigen wir uns mit Orten, die entweder wirklich ein Geheimnis bergen oder die für unsere Zuschauer einfach nicht zugänglich sind", sagt Roman Beuler im Gespräch mit DIGITALFERNSEHEN.de. So begebe sich das ZDF-Team zum Beispiel in einen Atombunker, aber auch ein ganzes ehemaliges Krankenhaus, dass sich unter einem Schulhofparkplatz befindet, bekomme das Publikum zu Gesicht. "In der Dokumentation gehen wir zusammen mit ehemaligen Ärzten in ein Notkrankenhaus unter der Erde, das zu Kriegszeiten komplett ausgestattet war", so Beuler.


Aber auch das Thema illegale Autorennen werde in diesem Themenbereich in den Mittelpunkt gestellt. Im Frühjahr beschäftigten sich die Dokumentationen dann mit der Lebenswelt der Zuschauer und beleuchteten, wie sie heutzutage leben und welche Bedeutung die Familie in der heutigen Zeit hat.
 
Gewinnen möchte das Zweite mit seinem neuen Format zu allererst ein breites Publikum. Im Fokus stehen aber auch jüngere Zuschauer, die der Sender bereits am Sonntag durch "Terra X" erreicht. "Natürlich sind wir jetzt nicht auf das ProSieben-Publikum aus, eine Zielgruppe zwischen 40 und 55 Jahren streben wir aber an", so Beuler. Zum Vergleich: Der Senderschnitt von ZDF liegt derzeit bei 61 Jahren.

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Prinz Rüdiger von Sachsen und das Team von "ZDFzeit" auf der Suche nach dem verschollenen Familienschatz der Wettiner. Neue Spuren führen nach St. Petersburg.
Bild: ZDF/André Götzmann


Geplant war das Doku-Format bereits für Mai und später für den Herbst 2011. "Wir haben uns die Zeit aber noch genommen, um die Produzenten zu briefen und das Format weiter zu entwickeln", erklärt Beuler die Verschiebungen. Mit dem jetzigen Ausstrahlungstermin hätte das ZDF zudem geplante Produktionen, die nicht in die jetzige Dokureihe passen, noch realisieren können.
 
Ein Charakteristikum "ZDFzeit" soll nach Senderangaben das episodische Erzählen sein. Aus verschiedenen Perspektiven sollen zudem möglichst viele Facetten der Wirklichkeit, der Menschen und ihrer Motive beleuchtet werden. Dabei gebe es für die Zuschauer die Möglichkeit, diese Blickwinkel selbst durch Aktionen im Internet und durch regelmäßige repräsentative Meinungsumfragen der Forschungsgruppe Wahlen zu beeinflussen.

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