Umfrage: Deutschland ist im Passwort-Stress

11.01.2017, 17:46 Uhr, km

Beinahe jeder zweite Internet-Nutzer in Deutschland fühlt sich von der wachsenden Anzahl an Passwörtern gestresst, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Darunter leidet die Sicherheit im Netz.


44 Prozent der deutschen Internet-Nutzer fühlen sich gestresst. Der Grund: Die immer weiter wachsende Zahl an Passwörtern, die für die Benutzung von Online-Diensten anfällt. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Internet-Portal "Web.de" zum  Tag der Passwort-Sicherheit veröffentlicht hat. Darunter leidet oft die Sicherheit der User.


Die meisten Internet-Nutzer in Deutschland sind bei bis zu fünfzehn verschiedenen Online-Diensten angemeldet. Darunter sind persönliche E-Mail-Konten, Social-Media-Profile oder Shopping-Accounts. Eigentlich sollte für jeden Zugang ein eigenes, möglichst komplexes Passwort aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen benutzt werden. Diese Empfehlung berücksichtigt aber längst nicht jeder.

Nur 41 Prozent der Befragten richteten bei jedem Dienst ein individuelles Passwort ein. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer verwendet teilweise dieselben Passwörter für unterschiedliche Accounts. Fünf Prozent der User haben sogar nur ein einziges Passwort für alle Dienste." Dadurch haben Hacker leichtes Spiel", erklärt Jan Oetjen, Geschäftsführer von "Web.de". "Ist das Universal-Passwort erst einmal geknackt, sind automatisch auch alle anderen Dienste mit diesem Passwort gefährdet, zum Beispiel Online-Shopping, das E-Mail-Postfach oder der Online-Banking-Account. Auch wenn es manchmal lästig scheint: Man sollte sich auf jeden Fall die Mühe machen, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu erstellen", so Oetjen weiter.

Die Studie zeigt aber auch: Die Deutschen werden beim Erstellen der Passwörter erfindungsreicher. Drei Viertel der Befragten setzen demnach mittlerweile auf komplexe Passwörter, bestehend aus Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung sowie Ziffern. Bei Sonderzeichen besteht mit 55 Prozent noch Nachholbedarf. Noch im Vorjahr setzten zwei Drittel auf Buchstaben und Ziffern, 55 Prozent auf Groß- und Kleinschreibung sowie 39 Prozent auf Sonderzeichen.

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