NDR nimmt Stellung zu DVB-T-Empfangsproblemen

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Bild: © JuergenL - Fotolia.com
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Am Dienstag berichtete digitalfernsehen.de über Empfangsprobleme bei den DVB-T-Bouquets von NDR und WDR.

Mehrere Hersteller von Set-Top-Boxen hatten Probleme mit dem DVB-T-Transportstrom der Anstalten dem Medienmagazin DIGITAL FERNSEHEN gemeldet. Von fehlenden Tonsignalen über eingefrorene Bilder und Videotext-Ausfällen bis hin zum Total-Absturz der Geräte war da die Rede. Am 18. November wurde die Zusammensetzung des Datenstroms beim NDR geändert, der diese Umstellung nun bestätigte.
 
„Fakt ist, dass der NDR im Interesse der Endgerätehersteller und im Interesse der Zuschauer den Transportstrom bis auf Weiteres verändert hat, dieser aber auch weiterhin den DVB-Spezifikationen entspricht“, erklärte Dr. Tilman Lang, stellvertretender Leiter und Pressesprecher des Projektbüros DVB-T Norddeutschland gegenüber DIGITAL FERNSEHEN (DF). „Daraus den Schluss zu ziehen, hier sei insgeheim ein fehlerhafter Datenstrom korrigiert worden, ist eine Verkehrung der Tatsachen.“ Die Behauptung „Der NDR wisse mehr als er sagt“ ist Lang zufolge falsch.
 
Vor allem beim Signal des Kulturkanals Arte gibt es nach Recherchen von DIGITAL FERNSEHEN Probleme. Einige Set-Top-Box-Produzenten berichten gegenüber DF, dass durch das Hinzufügen von Programmdaten für die Digitalreceiver eines bestimmten Herstellers die Videotextinformationen von Arte bei vielen Geräten nicht dargestellt werden können. Vereinzelt komme es beim Einschalten des Programms sogar zu Abstürzen. Auch hier wird nach Angaben von Tilman Lang an einer Lösung des Problems gearbeitet, obwohl „es keineswegs gesichert ist, dass die Empfangsprobleme durch die Zusatzinformationen für einen bestimmten Gerätehersteller ausgelöst werden. Es gibt derzeit nur das Faktum, dass der Programmdatenstrom von Arte eine Fehlfunktion bei manchen Endgeräten auslöst, die präzise Ursache ist noch nicht abschließend identifiziert“, so Lang. [fp]

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  • Empfang_DVB-T_Artikelbild: © JuergenL - Fotolia.com

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