Kabel Deutschland mit Rekordinvestitionen in Netzausbau

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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575 Millionen Euro hat Kabel Deutschland nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr in den Ausbau seiner Infrastruktur investiert – mehr als je zuvor in einem Jahr. Dadurch können mehr Kunden schnelles Internet und zusätzliche TV-Dienste nutzen. Doch die Vodafone-Übernahme bescherte dem Netzbetreiber Verluste.

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Kabel Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (1. April 2013 bis 31. März 2014) so viel in seine Infrastruktur investiert, wie nie zuvor. Dies teilte das Unternehmen am Montag bei der Bekanntgabe seiner Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Jahr mit. Insgesamt investierte der mittlerweile zu Vodafone gehörende Kabelnetzbetreiber demnach 575 Millionen Euro. Ein Großteil dieser Summe floss in den Ausbau der Netze. Netzausbau noch nicht abgeschlossen

101 Millionen Euro entfielen dabei auf das im vergangenen Jahr angestoßene Investitionsprogramm Alpha, mit dem bislang laut Unternehmensangaben rund 850 000 weitere Haushalte für schnelles Internet aufgerüstet wurden. Damit ist der Umstieg auf den DOCSIS 3.0 Standard nun beinahe abgeschlossen. Nahezu im gesamten Netz könnten Kunden nun Internet mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s nutzen, hieß es weiter. Noch nicht abgeschlossen ist hingegen die flächendeckende Aufrüstung der Kabelnetze auf 862 MHz. 3,6 Millionen Haushalte können derzeit die Videothek Select Video nutzen.
 
Die Investitionen in den Netzausbau bei Kabel Deutschland sind notwendig, um künftig noch mehr Kombi-Pakete aus verschiedenen Diensten wie TV, Internet und Telefonie anbieten zu können. Gerade im TV-Bereich kann der Netzbetreiber nach wie vor einige Dienste nicht flächendeckend anbieten, da der Ausbau auf 862 MHz noch nicht abgeschlossen ist.  

Vodafone-Übernahme sorgt für Verluste

Bei den Abonnements für alle Dienste konnte Kabel Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 565 000 zulegen und kam auf 14,9 Millionen. Die Zahl der direkten Kunden stieg hingegen um 21 000 auf rund 7,6 Millionen. Die Zahl derer, die Internet- und Telefondienste gebucht haben, stieg binnen Jahresfrist um 329 000 auf 2,3 Millionen. Rund 50 Prozent der Kunden würden dabei direkt das 100-MBit/s-Produkt wählen. Im Bereich Premium-TV stiegen die Abonnements um 232 000 auf 2,3 Millionen. Zusätzlich wies der Netzbetreiber zum Ende des Geschäftsjahres rund 1,7 Millionen Privat-HD-Kunden aus.
 
Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2013/14 bei 1,9 Milliarden Euro und damit um 3,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das bereinigte EBIDTA wuchs um 5,5 Prozent auf 910 Millionen Euro. Bedingt durch die Übernahme durch Vodafone musste Kabel Deutschland allerdings einen Jahresverlust von 68 Millionen Euro ausweisen. Eine Dividendenzahlung wird deshalb für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht erfolgen. [ps]

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