Studie: Neue Mobilfunk-Generation LTE stört Kabelfernsehen

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Die britische Medienaufsicht Ofcom sieht Probleme bei der Einführung der vierten Mobilfunkgeneration LTE. Die Technologie, die auch für Internet und mobiles Fernsehen genutzt werden kann, soll den Kabelfernseh-Empfang stören.

Das geht aus einer im Dezember vorgelegten Auftragsstudie von Cobham Technical Services hervor, die von der Ofcom am Dienstag vorgelegt wurde. Die Autoren gelangten zu dem Ergebnis, dass es bei der vorgesehenen LTE-Nutzung von Frequenzbändern im 800-MHz-Bereich zu potenziellen Interferenzen mit bestehenden Kabel-TV-Ausstrahlungen kommen könnte.

Bei sieben von neun im Rahmen der Studie untersuchten DVB-C-Settop-Boxen sei es demnach im Testszenario zu deutlichen Störungen gekommen, die sich in Bildausfällen niederschlugen. Dabei kamen LTE-Mobiltelefone in einem Abstand von einem Meter vom Empfangsgerät zum Einsatz. Besonders ältere Geräte mit schlechter elektromagnetischer Abschirmung hätten versagt, konstatierte die Ofcom. Bei Kabelmodems traten unter diesen Bedingungen sogar bei allen zwölf getesteten Modellen Interferenzen auf.

Als Lösung regten die Verfasser der Studie an, die TV-Ausstrahlungen im Kabel auf höhere Frequenzen auszulagern. Sie räumten allerdings ein, mögliche praktische und technische Schwächen einer solchen Umstellung nicht erschöpfend untersucht zu haben. [ar]

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