Aus für ARI-Verkehrsfunksystem

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Das „Autofahrer-Rundfunk-Informationssystem“, das in allen ARD-Hörfunkprogrammen zum 1. März endgültig abgestellt wird, war bei seiner Inbetriebnahme 1974 ein Meilenstein in der deutschen Rundfunkgeschichte.

Erstmals wurden über die Hörfunkwellen der ARD auch technische Zusatzinformationen übertragen. Mit Hilfe des nicht hörbaren ARI-Signals konnten Radioempfänger zwischen Verkehrsdurchsagen und dem
laufenden Programm unterscheiden. Dadurch war es den Autofahrern möglich, die Verkehrsmeldungen der ARD-Servicewellen auch ohne dauerndes Radiohören zu empfangen. Bei eingeschalteter ARI-Funktion wurden stumm geschaltete Autoradios für die Dauer von Verkehrsdurchsagen automatisch auf eine normale Hörlautstärke eingestellt.
 
Seit 1988 ist das ARI-System technisch überholt. Das RDS-System („Radio-Daten-System“) bietet neben den Verkehrsfunk-Kennungen auch weitere Informationen wie Programm-Namen, Alternativ-Frequenzen einer Senderkette oder auch Radio-Text. Radios mit ARI-Funktion werden deshalb von der Industrie schon längst nicht mehr angeboten. Nach einer langen Umstellungsphase, in der beide Verkehrsfunk-Systeme von der ARD parallel bedient wurden, kann der ARI-Dienst nun entfallen. Die hörbaren Signaltöne zu Beginn und am Ende von Verkehrsfunkdurchsagen sind von der Umstellung nicht betroffen. [mg]

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  • Empfang_Radio_Artikelbild: © jakkapan - Fotolia.com

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