Bestätigt: ARD plant doppelte „Franzi“ für „Sportschau“ [Update]

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Die ARD testet für die Moderation ihrer Sportsendungen auch ehemalige Sportlerinnen wie die Eisschnellläuferin Franziska Schenk und die Schwimmerin Franziska von Almsick. Ein kurzfristiger Einsatz steht allerdings nicht zu erwarten.

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ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky bestätigte am Dienstag entsprechende Medienberichte. Die möglichen Einsätze der beiden Ex-Sportlerinnen seien aber nur zwei „von vielen mittelfristigen Überlegungen“, betonte Balkausky: „In diesem Jahr wird es keine Änderungen bei der Sportschau geben“. Balkausky erklärte, dass van Almsick Testsendungen absolviert habe. „Das heißt aber noch nicht, dass sie jetzt Moderatorin wird“, sagte der ARD-Sportkoordinator. Gleiches gilt für Schenk: „Wir haben keinen Druck“.

Die erfolgreichen Leistungs-Sportlerinnen haben beide bereits Fernseh-Erfahrung gesammelt. Sowohl Schenk als auch van Almsick arbeiten bereits für die ARD. Zum Team der Sportschau gehören derzeit neun Moderatoren, darunter ist in Okka Gundel nur eine Frau. Bis zu ihrer schweren Krankheit gehörte auch Monica Lierhaus zum Team.
 
Die aus Erfurt stammende Schenk ist regelmäßig für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) als Moderatorin bei „Sport im Osten“ tätig. Die 35-Jährige hat auch schon innerhalb der „Tagesthemen“ im Ersten den Sportblock moderiert. Bei den Olympischen Winterspielen 1994 gewann sie die Bronzemedaille über 500 Meter und hat mehrere Deutsche Meisterschaften im Eisschnellauf sowie elf Weltcupsiege in ihrer Biographie.
 
„Derzeit stehen wir mit mehreren Sendern in Kontakt“, ließ van Almsicks Manager Alexander Elbertzhagen in einer ARD-Mitteilung verkünden. Zu „laufenden Verhandlungen“ werde sich van Almsick aber nicht äußern. Die ehemalige Schwimmerin hatte für den Sender unter anderem bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking vor der Kamera gestanden. 2006 war sie kurzzeitig als Formel-1-Kommentatorin beim Privatsender RTL im Einsatz.
 
1992 erreichte sie ihren ersten Weltcup-Sieg über 100 Meter Freistil und schwamm Kurzbahn-Weltrekord über 50 Meter. Bei den Olympischen Sommerspielen sicherte sie sich zwei Silber- und Bronzemedaillen und avancierte unter dem Spitznamen „Franzi“ zum Medienliebling. 2004 beendete sie ihre Karriere in Athen mit zwei Bronzemedaillen in der Staffel. 
 
Update 13.58 Uhr: Reaktion von van Almsicks Manager hinzugefügt[ar/dpa]

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