„Bundeswehr in Afghanistan“ im Eins-Extra-Schwerpunkt

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Stuttgart – Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan wird am Wochenende vom ARD-Digitalkanal Eins Extra in einem Schwerpunkt beleuchtet.

Die beiden Dokumentationen „Leben und Sterben in Kabul“ und „Papa kämpft in Kabul“ laufen am Sonntagabend und zeigen die Hintergründe des Bundeswehreinsatzes und betrachten diesen aus der Perspektive der Soldaten vor Ort. Was sind ihre Gedanken, ihre Ängste und ihre Motivation? Darüber hinaus wird die auch aktuell weiter anhaltende Diskussion über den Sinn „des Kampfes“ aufgegriffen. Im Eins-Extra-Gespräch werden Pro und Kontra des Einsatzes sowie denkbare Lösungen diskutiert.
 
25.01.2009, 18.03 Uhr
Leben und Sterben in Kabul
Wie Deutschland am Hindukusch die Freiheit verteidigt
Ein Film von Hubert Seipel

Laut einer vertraulichen Analyse des Außenministeriums nimmt die Gefährdung der gut 3 300 deutschen Soldaten in Afghanistan stetig zu. Fernsehpreisträger Hubert Seipel geht der Frage nach dem Sinn des Bundeswehreinsatzes nach. Jenseits offizieller Stellungnahmen nehmen die politischen Zwistigkeiten zu, Politiker ringen um das richtige Konzept – abziehen oder aufstocken? Dabei schien der ursprüngliche Plan von Amerikanern und NATO schlüssig: nach dem Krieg sollten 37 Staaten mit 40 000 Soldaten Afghanistan wieder aufbauen, verbliebene Taliban- und Al-Quaida-Gruppen vertreiben und ein demokratisches System einführen. Die internationale Aufgabenteilung war ebenfalls geklärt. Während sich die Amerikaner und Briten auf den militärischen Kampf konzentrierten, zählten Brunnen-Bohrungen, Schulenaufbau und Polizistentraining zu den Aufgaben der Deutschen. Man rechnete damit, dass die Taliban nach und nach damit beginnen würden, zwischen „guten“ und „bösen“ Soldaten zu unterscheiden. Doch das Gegenteil war der Fall. Die Taliban führen einen erbitterten Guerillakrieg und haben angekündigt, künftig nicht mehr zwischen US-amerikanischen Kampfbrigaden und deutschen Bausoldaten zu unterscheiden. Die Bundeswehr bekommt das hautnah zu spüren. Sie hat bereits Tote zu beklagen und muss auch in Zukunft die Anschläge der Taliban fürchten. In Deutschland werden die Debatten über Sinn und Unsinn der Intervention lauter.

25.01.2009, 18.48 Uhr
Eins Extra im Gespräch
Ulrich Timm im Gespräch mit einem Experten
 
25.01.2009, 19.15 Uhr
Papa kämpft in Kabul
Die Bundeswehr im Auslandseinsatz
 
„Schon seltsam, wenn man hier sitzt und sein Testament schreibt, alles regeln muss für den Fall, dass einem etwas zustößt“, sagt Gerald O. Der Hauptfeldwebel und Vater von drei Kindern ist bereits zum zweiten Mal auf dem Weg nach Kabul – dieses Mal für vier Monate. Erik, sein Jüngster, wird im Mai Kommunion feiern – ohne Papa. Minenräumen, Geiselnahme, gewaltsame Demonstrationen, Anschläge – Hauptfeldwebel Benno K. kennt das Programm der Vorbereitungstrainings bereits. 2005 war er in Afghanistan, als ein Kamerad bei einem Selbstmordattentat starb und zwei weitere schwer verletzt wurden.
 
„Papa kämpft in Kabul“ zeigt die beiden Soldaten aus Kusel und Sigmaringen in den Wochen vor ihrem Abflug. Was sind die persönlichen Beweggründe, sich in Gefahr zu begeben? Und wie kommt man zurück nach mehreren Monaten in Afghanistan? „Auf jeden Fall verändert“, sagt Heike Groos. Die Truppenärztin der Bundeswehr war im Juni 2003 dabei, als ein Bus voller deutscher Soldaten in Kabul von einem Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt wurde. Sie barg vier Tote und viele Schwerverletzte. „Auf den Ernstfall kann man sich eigentlich gar nicht vorbereiten.“[mth]

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