E-Plus verabschiedet sich aus Handy-TV-Geschäft

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Berlin – E-Plus will nicht mehr beim Handy-TV mitmischen.

Da das mobile Fernsehen auf dem Handy in Deutschland kein Massenmarkt werde, entschied sich der Mobilfunkbetreiber gegen eine Beteiligung an dem geplanten Konsortium für die deutschlandweite Verbreitung des Handy-TV, berichtet die Welt am Mittwoch.

O2, Vodafone, T-Mobile und E-Plus wollten zuvor gemeinsam ein Konsortium für mobile TV via DVB-H (Digital Video Broadcasting- Handhelds) gründen, konnten sich aber letztlich nicht über das Geschäftsmodell einig werden, so das Blatt weiter. Unter anderem ging es um den Preis, der zuletzt zwischen fünf und zehn Euro im Monat betragen sollte. E-Plus-Chef Michael Krammer zufolge sei dies allerdings zuviel: „Wenn zu viele Beteiligte in der Wertschöpfungskette mitverdienen wollen, wird Handy-TV entweder für die Kunden zu teuer oder für die Betreiber unwirtschaftlich.“ Seiner Ansicht nach sollte daher die Grundversorgung kostenfrei sein und über Pay-TV-Pakete und rückkanalfähige Kanäle Umsätze gemacht werden. Zudem stehen für DVB-H derzeit weder flächendeckenden Frequenzen zur Verfügung, noch sei klar, wer den Netzaufbau und die Kosten übernimmt. Auch sei noch ungeklärt, wie die Sendeplätze für das mobile Fernsehen zu vergeben sind und ob die Sender dafür bezahlt werden. Einen späteren Einstieg ins Handy-TV-Geschäft schloss Krammer aber nicht aus.
 
Die übrigen Netzbetreiber wollen dennoch an ihren Plänen festhalten. Das Bundeskartellamt prüfe derzeit, ob die drei Netzbetreiber zusammen eine Handy-TV-Plattform betreiben dürfen. [sch]

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