Eins-Plus-Europatour: England und Wales im Dezember im Fokus

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Saarbrücken – Anfang Dezember führt die Eins-Plus-Europatour über den Ärmelkanal nach England und Wales.

Der Sonntagsschwerpunkt am 7. Dezember zeigt unter anderem die englische Lebensart, die mitunter so speziell wie der legendäre trockene englische Humor ist. Außerdem wird die vielfältige Region rundum vorgestellt: Von autofreien Inseln, über wilde Grafschaften im Norden bis zum „Swinging London“, der Metropole an der Themse. Geschichtlich bedeutend findet sich auf der Tour durch England und Wales mit Stonehenge eines der ältesten Tempelbauwerke der Welt. Die Club-Kultur in London, die neue Trends setzt, aber auch kulinarische Spezialitäten der Insel zeigen moderne Facetten des Landes auf.

Die Sendungen im Einzelnen:
 
16.00 Uhr – Wales – Krone, Küsten, Kauderwelsch
Ein Film von Uwe Schwering
 
Wales ist der kleine Nachbar Englands. Das Land mit Blick auf die Irische See, das gern den sagenhaften König Artus und seine Tafelrunde für sich reklamiert, hat die älteste noch gesprochene Sprache und die meisten Burgen in Europa, den zweithöchsten Tidenhub der Welt. Rekordverdächtig ist auch das Verhältnis von Mensch zu Schaf: Drei Millionen Walisern stehen auf Wiesen, Hügeln und Berghängen fast viermal so viele Schafe gegenüber, ein Umstand, den die Engländer zu einer ganzen Batterie schlechter Witze nutzen.
 
Wales und England: Die beiden Nationen unter dem Dach der britischen Krone sind sich nicht immer ganz grün. Wales hat sogar einen berühmten Fürsten, den ‚Prince of Wales‘. Prinz Charles, der britische Thronfolger und älteste Sohn von Königin Elisabeth, erhielt diesen Titel 1969 in einer prunkvollen Zeremonie in der Burg von Caernarfon. Das schmeckt einigen stolzen Walisern bis heute nicht: Schon die Burg wurde von einem englischen König erbaut, der Wales einst unterwarf. Und Charles ist auch kein Waliser, sondern ein waschechter englischer Vertreter derer von Windsor.
 
ARD-Korrespondent Uwe Schwering begegnet in Wales nicht nur Naturschauspielen und -schönheiten, sondern auch interessanten Menschen, Geschichte und Geschichten. Und natürlich darf bei einer Reise durch Wales die Magie nicht fehlen – der Druide Robyn Léwis weiht das ARD-Team ein in die Riten des National Eisteddfod, des größten Festivals walisischer Kultur.
 
16.45 Uhr – Britisch – aber gut!- Von Fish und Chips und feiner Küche
Ein Film von Uwe Schwering
 
Die Briten sind berüchtigt für ihre Küche: verkochtes Gemüse, rohes Fleisch und fettige Chips, als Nachtisch frittierte Schokoriegel. Bis vor kurzem retteten nur das berühmte englische Frühstück oder eine gepflegte Teatime den Ruf der Briten. Aber jetzt ist alles anders: Seit Starkoch Jamie Oliver den europäischen Spitzenköchen zeigt, wo es langgeht, liegt die britische Küche voll im Trend. Dabei weiß kaum jemand, dass außer Fish’n Chips auch noch andere Köstlichkeiten in Großbritanniens Öfen zu finden sind: das schottische Nationalgericht Haggis zum Beispiel – ein mit Innereien und Hafermehl gefüllter Schafsmagen, scharf gewürzt. Da wäre noch der nationale Wettbewerb der Sandwich-Köche, bei dem jedes Jahr das beste Sandwich gekürt wird, nur gekrönt von der schottischen Bar, die als Spezialität frittierte Mars-Riegel offeriert.
 
ARD-Korrespondent Uwe Schwering reiste durchs britische Königreich bis hinauf nach Schottland und durchlebte Höhen und Tiefen der britischen Küchenkultur. Dabei entdeckte er auch wahre Wunder wie den Schaumwein aus dem südenglischen Sussex, nach dem sich französische Champagner-Hersteller die Finger lecken. Köstlich!

17.15 Uhr – London – Schönheit an der Themse
Ein Film von Claudia Buckenmaier
 
London ist die Stadt, in der es alles gibt. Schönheit und Schönheiten, Milliardäre und Lumpensammler, Vorzeigearchitektur und alte Gemäuer. ARD Korrespondentin Claudia Buckenmaier erzählt in ihrer Reportage Geschichten aus einer Stadt, die Platz für alles und viele hat. Auf ihren Streifzügen durch London abseits der bekannten Wege lernt sie unter anderem die letzten Themse-Schiffer kennen, besucht einen Reitstall in Chelsea und trifft den Musiker Levi Roots.
 
17.45 Uhr – East Anglia – Englands schöner Osten
Ein Film von Sabine Reifenberg
 
Essex, Suffolk, Norfolk und Cambridgeshire – so heißen die vier Grafschaften East Anglias. Flache Marschlandschaften, liebliche Hügel, schwindelerregende Küsten – das ist die Kulisse dieser Gegend.
 
Zunächst geht es an Suffolks raue Küste: Mit dem Bagger kämpft ein Mann gegen dieNordsee-Wellen. Dann weiter zu Cambridges Chorknaben: Ein Tag im Leben der berühmten King’s College Chapel Boys, die ein Leben im Internat ganz der Musik gewidmet führen.
 
Schließlich führt ein Ausflug zu Essex’ bizarrstem Volksfest: 300 kostümierte Kerle tanzen im Dorf Thaxted, das dem Ansturm übersteht. Und zuletzt geht es nach Suffolk/Norfolk, das berühmt für seine „Punch-Pferde“ ist.
 
18.15 Uhr – Englands Norden – Land der Geister und Legenden
Ein Film von Peter M. Kruchten
 
Eine filmische Reise durch Englands Norden mit den Grafschaften Northumbria, Yorkshire und Cumbria und zur mitten in der irischen See gelegenen Isle of Man.Es wird eine Region vorgestellt, in der Kelten, Römer, Wikinger und Normannen ihre Spuren hinterließen. Hier entstanden mächtige Burgen, Kathedralen, Klöster und Herrenhäuser und ziehen den Besucher noch heute in ihren Bann.
 
Der Film stellt die wichtigsten Kulturdenkmäler Nordenglands vor und vermittelt Eindrücke einer wildromantischen Landschaft mit schroffen Küsten, herben Moor- und Heidelandschaften und Dörfern, in denen die Zeit stillzustehen scheint.
 
19.00 Uhr – Die Kanalinseln – Französische Lebensart unter britischer Krone
Ein Film von Carsten Rau
 
„Inselhopping“ vor der Küste Frankreichs: Von Guernsey geht es über Sark und Herm nach Jersey. Es isteine Reise zu den Kanalinseln, die viel mehr sind als nur Steueroasen.Strände und Klippen, Fischerhäfen und Forts, tropische Gärten und urige Pubs – alles findet sich hier und dazu eine einzigartige Mischung aus britischer Höflichkeit und französischem savoir vivre. Hier sammeln die Leute nach Feierabend Seeschnecken. Hier regiert Europas letzter Feudalherr. Und wo Autos verboten sind, fährt man mit dem Rasenmäher zur Arbeit.
 
19.45 Uhr – Stonehenge – Rätsel aus der Vorzeit
Ein Film von Gunar Hochheiden
 
Die Hochebene von Salisbury in Südengland ist eine raue und nicht sehr einladende Gegend, in der oft ein kalter und schneidender Wind weht. Vor etwa 5.000 Jahren, in der Jungsteinzeit, lebten hier Menschen, von denen man nur sehr wenig weiß. Doch was sie und die nachfolgenden Generationen hinterlassen haben, ist über alle Maßen beeindruckend: Die Steinkreise und Hügelgräber der Megalith-Kultur. Stonehenge ist das bekannteste dieser Monumente. Es ist eine Kultstätte ganz eigener Art. Das Rätsel von Stonehenge ist die Geschichte einer großen kollektiven Anstrengung, einer Vision, die über Generationen hinweg lebendig geblieben ist und die die Menschen bis heute mit ihrem Geheimnis fasziniert – mit einem Tempel für die Ewigkeit. [mth]

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