„Frontal 21“ erhält Auszeichnung

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Berlin – Der Fernsehjournalismus-Preis geht 2006 an die Redaktion des ZDF-Magazins „Frontal 21“, ihren Redaktionsleiter Claus Richter und den Moderator Theo Koll.

„Frontal 21“ findet nach Ansicht der Jury von Woche zu Woche neue Formen der kritischen Vermittlung aktueller politischer Themen auf hohem Niveau, wie das Gremium am Freitag in Berlin mitteilte.

Auch gelinge es der Redaktion, „über längere Zeit hinweg eine Vielzahl von Problemfällen im Blick zu behalten und für den Zuschauer transparent zu machen“. Die Preisverleihung findet im Herbst in Köln statt.
 
Die Jury versteht die Auszeichnung nach eigenen Worten auch als ein Votum für jene politischen Magazine im deutschen Fernsehen, „die es angesichts verkürzter Sendezeiten und abnehmender Neigung, zur Nachricht auch den Hintergrund zu liefern, immer schwerer haben, ihrem Anspruch an kritischen Journalismus gerecht zu werden“. Den wachsenden Schwierigkeiten für diese Sendungen entspricht nach Meinung der Jury „die Gewohnheit vieler Politiker, lieber in Talkshows aufzutreten, als sich für ein politisches Magazin interviewen zu lassen“.
 
Mit dem Preis für Fernsehjournalismus werden jedes Jahr TV-Journalisten für ihre „kreative, kritische und unabhängige Arbeit“ ausgezeichnet. Die mit 5 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde 1995 zur Erinnerung an den „Tagesthemen“-Moderator Hanns Joachim Friedrichs von einem 16-köpfigen Freundeskreis des Moderators ins Leben gerufen. Diese Jury kürt seitdem den oder die Preisträger. Zu dem Freundeskreis gehören unter anderen ihr Vorsitzender Thomas Roth, Klaus Bresser, Jürgen Flimm, Ilse Madaus-Friedrichs, Jürgen Leinemann, Fritz Pleitgen, Cordt Schnibben, Katharina Trebitsch, Harry Valerien und Ulrich Wickert. [sch]

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  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com

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