Heute ESC-Vorentscheid: Deutsche wählen Lied für Israel

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Wer singt für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Israel? Die Entscheidung fällt am Abend beim Vorentscheid in Berlin. Sieben Songs gehen ins Rennen um das Ticket nach Tel Aviv.

Deutschlands ESC-Fans haben wieder die Wahl: Gesucht wird ein Lied für den Eurovision Song Contest (ESC). Die Entscheidung soll am Freitagabend in Berlin fallen. Dann überträgt die ARD (ab 20.15 Uhr) die Show „Unser Lied für Israel“. Sieben Songs sind im Rennen – den Sieger küren die TV-Zuschauer, eine 100-köpfige Eurovisions-Jury sowie eine internationale Experten-Jury.
 
Auf der Bühne des Fernsehstudios stehen vor allem Frauen. Sechs Damen inklusive eines Duos sowie zwei Herren konkurrieren um das Ticket für Tel Aviv: Aly Ryan, BB Thomaz, Linus Bruhn, Gregor Hägele, Lilly Among Clouds, Makeda sowie das Duo S!sters treten an. Der Gewinner tritt im 64. ESC-Finale am 18. Mai in Tel Aviv auf. Im vergangenen Jahr hatte Michael Schulte („You Let Me Walk Alone“) für Deutschland den vierten Platz geholt.

Zu den Kandidaten gehört Indie-Popsängerin Aly Ryan („Wear Your Love“): Die 21-Jährige, die seit fünf Jahren in Los Angeles lebt, stammt aus Oberursel (Hessen) und gilt als Multi-Instrumentalistin. Aus Hamburg kommt der 20-jährige Linus Bruhn („Our City“), der schon als Kind im Musical auftrat, als Justin-Bieber-Imitator eine TV-Show gewann und später Kandidat bei „The Voice of Germany“ war.
 
Jüngster Kandidat ist der 18 Jahre alte Gregor Hägele („Let Me Go“) aus Stuttgart. Auch er nahm an „The Voice of Germany“ teil und flog im Halbfinale gegen BB Thomaz raus – auf sie trifft er nun wieder. Die 34-jährige Funk- und Soulsängerin aus Düsseldorf, die in New York geboren wurde und als Kind nach Deutschland kam, tritt mit „Demons“ an. Soulstimme Makeda („The Day I Loved You The Most“) aus Bonn wollte schon zwei Mal am Vorentscheid teilnehmen, ein Mal stieg sie freiwillig aus.
 
Die 30-jährige Elisabeth Brüchner („Suprise“) sieht sich eher als Songwriterin, weniger als Sängerin – die Aufmerksamkeit auf der Bühne sei ihr manchmal eher unangenehm, sagt sie. Weitere Frauenpower in dem Wettbewerb, in dem nur zwei Männer vertreten sind, kommt von Carlotta Truman aus Hannover und Laurita aus Wiesbaden. Zusammen treten sie als Duo S!sters mit „Sister“ an.
 
Moderiert wird die Show von Entertainerin Barbara Schöneberger, die seit Jahren im Einsatz für den ESC ist, und „Tagesschau“-Sprecherin Linda Zervakis. Als musikalische Gäste treten neben Singer-Songwriter Schulte die ESC-Gewinnerin von 2010, Lena Meyer-Landrut, sowie Rockmusiker Udo Lindenberg im Duett mit Popsänger Andreas Bourani auf. [dpa]

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38 Kommentare im Forum

  1. „...ein Mal stieg sie freiwillig aus.“ & „...die Aufmerksamkeit auf der Bühne sei ihr manchmal eher unangenehm“ sind natürlich die ideale Voraussetzungen um vor fast 200 Millionen Menschen auftreten zu wollen. Hoffentlich kommt da nicht wieder ein Andreas Kümmert Moment raus. Die Lieder klingen alle erstaunlich modern und international. Allerdings der Song vom Gregor Hägele erinnert einfach zu stark an den Beitrag von Michael Schulte von letztem Jahr. Ich würde mir ja grundsätzlich etwas mehr deutsche Identität wünschen (gilt für die Schweiz und Österreich genau so), denn das, was wir da zur Auswahl haben, hat mit der aktuellen deutschen Musik-Realität wenig zu tun. Revolverheld, Wincent Weiss, sowas halt.
  2. Erstaunlich, dass soviel "Damen" gecastet wurden. Bei dem Erfolg der letzten Jahre.... Nein, das soll natürlich nicht diskriminierend sein. Aber ist fakt. (Achtung, pers. Geschmack/Meinung): Revolverheld kann ich nicht mehr hören, sry. Da ist "neuerdings" jedes Lied eine Ballade. Weiss ist okay, aber auch eher dieses "Singer/Songwriter"-Gedöns, was die letzten Jahre auch ausgepresst wurde wie eine Orange. Was meinst du mit dt. Identität? Sprachlich? Ich weiß ehrlich nicht, ob du mit der nationalen Sprache noch weit kommst. Der Wettbewerb hat sich sehr geändert im Vergleich zu früher.
  3. Alle Jahre wieder...warum auch nicht. Allerdings stelle ich mir die Frage, warum der Vorentscheid sowohl in der ARD als auch auf ONE gezeigt wird?
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