60 Jahre MDR-„Umschau“: Archivbeiträge über HbbTV – heute Sondersendung

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© MDR/Martin Jehnichen
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Anlässlich des Jubiläums zeigt der MDR heute eine Extra-Ausgabe des ältesten TV-Magazins im deutschen Fernsehen. Höhepunkte der 60-jährigen Historie werden via HbbTV präsentiert.

Die MDR-„Umschau“ ist das älteste durchgehend ausgestrahlte TV-Magazin im deutschen Fernsehen. Zum Jubiläum präsentiert der MDR eine Extra-Ausgabe des Urgesteins deutscher Fernsehgeschichte: „Generation Umschau“. Dieser 45-minütige Film erzählt wechselvolle Geschichten von Menschen, die wie das MDR-Magazin in diesem Jahr ihren Sechzigsten feiern. Bereits vorab steht die Sendung online in der ARD-Mediathek zum Abruf bereit. Am heutigen 25. Mai, um 21 Uhr, ist sie im MDR zu sehen. Darüber hinaus stellt die ARD-Mediathek eine Sammlung von journalistischen Höhepunkten aus sechs Jahrzehnten „Umschau“ zusammen, die auch über HbbTV abrufbar sind.

„Generation Umschau“

Der Film „Generation Umschau“ zeigt die Geschichten von Menschen, die wie die „Umschau“ 1961 im Osten Deutschlands das Licht der Welt erblickten. Während die Protagonisten über persönliche Erfahrungen beim Aufbau und Abriss politischer Systeme erzählen, wird deutlich, dass diese sich auch in den Berichten des Fernsehmagazins widerspiegeln. Bis heute ist die „Umschau“ ein Magazin, das sich kritisch mit Veränderungen in der Lebenswirklichkeit vor allem im Osten Deutschlands auseinandersetzt. Dabei beschäftigt sich die Sendung nicht nur mit neuen Phänomenen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Sondern sie hinterfragt deren Entstehung, Zusammenhänge und Hintergründe. Außerdem begreift sich die „Umschau“ als Ratgeber für fast alle Lebenslagen und widmet sich Themen wie Berufsleben, Finanzen, Mobilität und Wohnen.

In 60 Jahren haben zehn Moderatoren durch gut 1.500 Sendungen geführt. Seit 2007 moderiert Ana Plasencia das Magazin. Seit März 2011 ist das Magazin jede Woche im MDR-Programm zu sehen. Zuvor wurde es 14-täglich ausgestrahlt.

Crossmedial in die Zukunft

Inhalte über die Grenzen des linearen Fernsehens hinaus zu verbreiten, hat sich der MDR laut eigenen Angaben besonders in den letzten Jahren zur Agenda gemacht. So hat die MDR-Wirtschaftsredaktion das ursprüngliche Fernsehmagazin „Umschau“ zu einem crossmedialen Produkt weiterentwickelt und zieht soziale Netzwerke mit ein. Zur konsequenten Online-Strategie des MDR gehört außerdem, dass Magazin-Beiträge als „online first“ schon vor der TV-Ausstrahlung verfügbar sind.

Darüber hinaus fließen „Umschau“-Recherchen regelmäßig in die „MDR aktuell“-App ein. Dort hatten einzelne Videoclips im Jahr 2020 bis zu zwei Millionen Abrufe. In den vergangenen fünf Jahren schalteten durchschnittlich rund 430.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendung ein. Damit erreicht die „Umschau“ einen Marktanteil von elf Prozent und gehört so zu den erfolgreichsten journalistischen TV-Formaten im MDR-Fernsehen. In der ARD-Mediathek wird die Sendung Woche für Woche tausendfach abgerufen.

Digitales Archiv über HbbTV

Ab sofort steht im HbbTV-Angebot des MDR-Fernsehprogramms ein Rückblick auf 60 Jahre „Umschau“ bereit. Dieser umfasst Magazinbeiträge wie unter anderem die Aufdeckung eines Subventionsbetruges beim Bau des Kraftwerks Lippendorf Mitte der 1990er-Jahre und die Enthüllung der Rentenfalschberechnung Anfang der 2000er-Jahre. 2017 zeigte die „Umschau“ mit einem Crash-Test, wie wirkungslos Anti-Terror-Sperren für Lkws sind. Diese wurden nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz bundesweit zum Schutz der Bevölkerung aufgestellt. Das HbbTV-Angebot des MDR ist über die „Rote Taste“ auf der Smart-TV-Fernbedienung erreichbar, wenn das TV-Gerät mit dem Internet verbunden ist.

Bildquelle:

  • umschau: MDR/Martin Jehnichen

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