ZDF Theaterkanal sucht „Die schönsten Opern aller Zeiten“

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mainz – Wer ist die Schönste im ganzen Land? Mai und Juni stehen im ZDF Theaterkanal ganz im Zeichen dieser Frage.

Aus den 30 meist besuchten Opern der Spielzeiten 1997/98 bis 2006/07 sollen die
zehn beliebtesten, „schönsten“ Opern gekürt werden. Zu diesem Zweck werden herausragende Inszenierungen dieser 30 Opern im Mai und im Juni 2009 im ZDF Theaterkanal und auf Classica ausgestrahlt.
 
Parallel zu den Ausstrahlungen findet bis 31. August eine Abstimmung im Internet und per Postkarte statt. Die ersten zehn gewählten Opern kommen in die nächste Runde und werden ab 26. Dezember 2009 in 3 Sat und im ZDF Theaterkanal sowie auf Classica gesendet. Darüber hinaus werden die Werke in Dokumentationen ausführlich vorgestellt. Anschließend ist das Publikum erneut aufgerufen, den Gewinner zu bestimmen, der in einer Gala im Januar 2010 auf 3 Sat gekürt wird.

Vom 46. Theatertreffen, das am 1. Mai in Berlin eröffnet wird, berichtet „Foyer“ in einer Extra-Sendung. Zu einer Fernsehdiskussion über das Thema „Politik und Privatheit“ lädt Tina Mendelsohn: Was verbindet und/oder trennt Politik und Privatheit, Staat und Kunst? Liefert das Theater, das per se auf der Grenzlinie von Privatheit und Öffentlichkeit arbeitet, die Antwort? Neben Christoph Schlingensief ist Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur Diskussion eingeladen.
 
In Stephan Kimmigs Inszenierung von „Maria Stuart“ (Thalia-Theater Hamburg 2008) wird Schillers Originaltext ironiefrei aufgeführt. Die Drehbühne ist kühle Bürowelt, Gefängnis und geheime Kommandozentrale. Paula Dombrowskis Elisabeth ist so gar nicht Königin, ihre Widersacherin dagegen umso mehr: Die Maria von Susanne Wolff, an einen Folterstuhl gefesselt, ist zum Stillsitzen verdammt; doch ohne Zweifel eine Königin des prallen Lebens. Das kontrastreiche Spiel der beiden Protagonistinnen hat Stephan Kimmig kühl und überzeugend inszeniert.
 
Heinrich von Kleists Klassiker über die Königin der Amazonen wird in „Die Nacht -Penthesilea Moabit“ in ein leer stehendes Freibad in Berlin-Moabit verlegt und gespielt von Jugendlichen verschiedenster Nationalitäten aus diesem Bezirk. Zwar ist der Kontext internationalisiert und modernisiert, die Originalsprache aber wird beibehalten. Das Thema, Gewalt zwischen rivalisierenden Banden, ist
durch diese Mischung zugleich aktuell und zeitlos. Der ZDF Theaterkanal zeigt den Film als Erstausstrahlung.
 
„Schönheit ist eine Waffe“ sagt Lin Hwai-min, der Begründer des weltberühmten Cloud Gate Dance Theatres of Taiwan, das seit 35 Jahren die Menschen in Ost und West begeistert. Das filmische Porträt „Lin Hwai-min – Wanderer zwischen den Welten“ von Jean Christophe Blavier, das der ZDF Theaterkanal in Erstausstrahlung zeigt, begleitet den Choreografen zusammen mit seiner Company in Taipeh, bei ganz privaten religiösen Zeremonien und auf einer Reise nach Europa. Lin Hwai-min wird im Mai für sein Lebenswerk mit dem internationalen „Movimentos“-Tanzpreis ausgezeichnet. [cg]

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9 Kommentare im Forum

  1. AW: "Die schönste Oper aller Zeiten" Da kann ich nur zustimmen. Fast jede Arie und jedes Duett ein Ohrwurm.
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