Held und Helfer auf der Leinwand – Liam Neeson wird 60

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Er spielt den Actionhelden in Filmen wie „A-Team“ und „Star Wars“ und schreckt auch vor schwierigen Rollen wie Oskar Schindler nicht zurück. Am vergangenen Donnerstag feierte Schauspieler Liam Neeson seinen 60. Geburtstag.

Ob als Klanführer Rob Roy, Oskar Schindler, irischer Freiheitskämpfer Michael Collins oder gar Jesus – Liam Neeson steht in seinen Rollen stets auf der richtigen Seite. Als Held oder Helfer der Unterdrückten brillierte der nordirische Darsteller in zahlreichen Rollen.
 
Kurz vor seinem 60. Geburtstag am 7. Juni zeigte sich der ehemalige Boxer und Gabelstaplerfahrer von einer härteren Seite. Mitte April ist Neeson gleich mit zwei Actionstreifen in den Kinos gestartet, davor gab er den Gottvater Zeus im „Zorn der Titanen“. Auch nach fast vierzigjähriger Schauspielkarriere will der Nordire offenbar nicht kürzer treten.

Er selbst möchte am liebsten gar nicht an seinen 60. erinnert
werden: „Ich hasse Geburtstage“, sagte er jüngst in einem Interview mit dem „Playboy“. Er fühle sich immer noch wie 40, „noch voll im Saft“. Und dass er es noch kann, beweist er in seinem neuen Abenteuerfilm „The Grey – Unter Wölfen“. In dem Action-Reißer, der am selben Tag wie sein Film „Battleship“ in die Kinos kam, kämpft er sich als Biologe John Ottway nach einem Flugzeugabsturz im ewigen Eis durch Schneestürme und wehrt nebenbei noch ein paar blutrünstige Wölfe ab.

Die Figur des schwermütigen Mitarbeiters einer Ölstation, der sich eigentlich erschießen will, weil seine Frau gestorben ist, weist eine tragische Parallele zu seinem eigenen Leben auf. Auch Neeson verlor seine Frau, die Schauspielerin Natasha Richardson, nach 15 Jahren Ehe. Vor drei Jahren starb die damals erst 45-jährige Mutter seiner beiden Söhne Michael (16) und Daniel (15) nach einem tragischen Ski-Unfall an einer Gehirnblutung. Zunächst zog sich Neeson aus der Öffentlichkeit zurück, doch dann drehte er wieder Film auf Film, darunter „Das A-Team“ und „Kampf der Titanen“ – seine Art der Trauerbewältigung. Anspruchsvoll zeigte er sich bei der Auswahl seiner Rollen seitdem nicht immer.

Eigentlich wollte sich der junge Neeson seinen Lebensunterhalt im krisengeschüttelten Nordirland als Boxer verdienen. Nachdem er als Jugendlicher einen Meistertitel holt, zwingt ihn ein Unfall im Ring,die Boxhandschuhe an den Nagel zu hängen. Nach einigen Semestern an der Uni ist ihm klar: Er will sein Leben der Schauspielerei widmen. Mit Anfang 20 schließt er sich in Belfast einer Theatergruppe an, über Dublin kommt er nach London – der britische Star-Regisseur John Boorman hatte ihn bei einem Theater-Auftritt für seine erste Kinorolle in „Excalibur“ entdeckt.

1993 dann der Sprung über den Teich: Für seine Darstellung des
Fabrikanten Oskar Schindler, der Hunderten Juden das Leben rettete, erhielt Neeson sowohl eine Nominierung für den Golden Globe wie auch für den Oscar. Der Hüne mit der charakteristischen Nase – ein Boxgegner hatte sie ihm in jungen Jahren gebrochen – spielt seitdem in der erste Liga der Hollywood-Stars.

Doch langsam plagen auch den Action-Helden laut „Playboy“ die ersten Zipperlein:  „Ich gebe der Sache noch zwei Jahre, bevor meine Knie aufgeben“. Vielleicht waren die Dreharbeiten im eisigen kanadischen Winter doch ein bisschen zu viel für den angegrauten Star. Für seine anspruchsvolleren Fans vielleicht ein Segen. Denn weniger Action könnte auch wieder heißen: Mehr Qualitätsfilme mit Liam Neeson.

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[Jasmin Takim/ps]

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