Kinostarts der Woche: Jean Reno schwingt den Chefkochlöffel

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Bild: © Romolo Tavani - Fotolia.com
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Eigentlich ist der französische Filmstar Jean Reno eher für ernste und geheimnisvolle Rollen bekannt, nun zeigt er sich als Chefkoch wieder einmal von seiner komödiantischen Seite. Doch auch dreidimensionale Straßentänzer und bedrohte Thunfische wollen die Zuschauer in dieser Woche von sich überzeugen. Welche Filme in dieser Woche starten, verrät DIGITALFERNSEHEN.de.

Kochen ist Chefsache: leicht und appetitlich

Jacky wurde die Kochkunst in die Wiege gelegt: Mit vier Jahren hat er sein erstes baskisches Huhn zelebriert, mit fünf sein erstes Soufflé. Doch keiner weiß sein Talent so richtig zu schätzen, bis ihm eines Tages Frankreichs berühmtester Sternenkoch (Jean Reno) über den Weg läuft. „Kochen ist Chefsache“ von Daniel Cohen ist eine genussvolle kulinarische Komödie mit hervorragenden Schauspielern. Neben Reno, der sich seit langem wieder von seiner komischen Seite zeigt, spielt Komiker Michaël Youn („Lucky Luke“) den liebenswerten Chaoten Jacky.

(Kochen ist Chefsache, Frankreich 2011, 84 Min., FSK ab 0, von Daniel Cohen, mit Jean Reno, Michaël Youn, Julien Boisselier, http://www.kochenistchefsache.senator.de)

Dreidimensionale Tanz-Kunst in „Streetdance 2“

Street-Dance,das ist seine große Leidenschaft. Bei einem Tanz-Wettbewerb aber musssich der junge Amerikaner Ash vor Publikum von einer gegnerischen Crewdemütigen lassen. Also macht sich Ash daran, ein Team von Tänzern ausganz Europa zusammenzustellen, um sich zu rächen. Zwei Monate bleibenihm noch bis zum großen Street-Dance-Finale in Paris. „Streetdance 3D“,der 2010 in die Kinos kam, gilt als erster Tanzfilm in 3D. Beim Sequeldreht sich nun alles um die ungewöhnliche Kombination von Salsa undStreet-Dance. Die Regie kommt erneut vom Duo Max Giwa/Dania Pasquini. Anvorderster Front tanzen diesmal die jungen Darsteller Sofia Boutellaund Falk Hentschel.

(Streetdance 2,Großbritannien/Deutschland 2012, 85 Min., FSK ab 0, von Max Giwa undDania Pasquini, mit Sofia Boutella, Falk Hentschel, George Sampson, http://www.streetdance2-film.de/)

 
„Knistern der Zeit“: Doku über Schlingensiefs Operndorf

„Von Afrika lernen“ – unter diesem Motto wollte der Theater- und Filmregisseur Christoph Schlingensief ein Operndorf im bitterarmen Burkina Faso errichten. 2010 starb der Künstler an Krebs, wenige Monate nach der Grundsteinlegung. Die Filmemacherin Sibylle Dahrendorf hat das Projekt zwei Jahre lang begleitet – noch zusammen mit Schlingensief bei der Suche nach dem richtigen Standort bis hin zur Eröffnung des ersten Bauabschnitts im vergangenen Herbst. Mit ihrer Dokumentation „Knistern der Zeit“ will sie zeigen, wie der letzte Lebenstraum des begnadeten Künstlers auch nach seinem Tod weiterlebt.

(Knistern der Zeit – Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso, Deutschland 2012, 106 Min., FSK ab 0, von Sibylle Dahrendorf, mit Christoph Schlingensief, Francis Kéré und Aino Laberenz, http://www.filmgalerie451.de/filme/knistern-der-zeit-christoph-schlingensief-und-sein-operndorf-burkina-faso/)

Melancholisches Alltagsmärchen: „Amador und Marcelas Rosen“

Als Rosenverkäuferin schlägt sich Marcela mit ihrem Freund in Madrid durch. Als das Geld hinten und vorne nicht mehr reicht, nimmt sie einen Pflegejob bei dem alten Amador an. Der ist am Anfang arg mürrisch und doch entwickelt sich nach und nach eine besondere Vertrautheit zwischen den beiden, die Marcela schließlich zu sich selbst und aus ihrer trostlosen Existenz finden lässt. In langen, ruhigen Einstellungen, mit verstecktem Witz und etwas zu viel Pathos erzählt Fernando Léon de Aranoa dieses melancholisches Alltagsmärchen um Liebe und Tod. In der Hauptrolle die Peruanerin Solier aus dem Film „Eine Perle Ewigkeit“, der 2009 den Goldenen Bären gewann.

(Amador und Marcelas Rosen, Spanien 2010, 110 Min., FSK ab 6, von Fernando Léon de Aranoa, mit Magaly Solier, Celso Bugallo, http://www.amadorundmarcelasrosen.de)

Blauflossenthunfische sind Verlierer des Sushi-Booms

Sushi galt noch vor 20 Jahren als Delikatesse. Inzwischen sind Menschen weltweit auf den Geschmack des japanischen Leckerbissens gekommen. Doch während die Japaner die Zubereitung noch als Kunst zelebrieren, gibt es andernorts den rohen Fisch mit Reis sogar im Supermarkt zu kaufen. Doch der weltweite Sushi-Boom hat Folgen – vor allem für die Thunfische, die vom Aussterben bedroht sind, wie die Kinodokumentation „Sushi – The Global Catch“ eindrucksvoll zeigt. Besonders gefährdet: Der Blauflossenthun, der sich auch im Mittelmeer tummelt. Seit 1950 ist der Bestand nach Angaben von Umweltschützern um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.

Regisseur Mark S. Hall spannt in seinem Film einen Bogen: Von den japanischen Traditionsküchen über den berühmten Tsukiji-Fischmarkt in Tokio bis hin zu Imbiss-Ständen mit Fastfood-Sushi. Er hat berühmte Sushi-Meister ebenso interviewt wie Umweltaktivisten und Meeresbiologen. Sein Fazit: der Thunfisch ist zu wichtig für das Ökosystem Meer, um ihn nach und nach auszurotten.

(Sushi – The Global Catch, USA 2011, 75 Min., FSK ab 0, von Mark S. Hall, http://www.sushitheglobalcatch.com/)

„Wolfsbrüder“: Tolle Naturaufnahmen und viel Gefühl

Ein Leben fernab jeder Zivilisation. Als Freunde nur ein Frettchen, Ziegen und ein Wolfsrudel. So ist der Spanier Marcos Rodríguez Pantoja aufgewachsen. Mit sieben Jahren zieht er mit einem alten Mann in die Wildnis zum Ziegenhüten. Als der Alte stirbt, schlägt sich Marcos alleine durch. Die wilden Tiere werden seine besten Freunde. Zwölf Jahre lang lebt er in seinem Tal, bis eines Tages Menschen in sein friedliches Leben eindringen. «Wolfsbrüder» beruht auf einer wahren Geschichte. Der Film vermischt Naturaufnahmen aus der Provinz mit der Lebensgeschichte Pantojas.

Manuel Camacho beeindruckt als sieben Jahre alter Marcos, der sich spielerisch mit den Wölfen anfreundet. Für den echten Pantoja waren die Jahre mit den Wölfen die beste Zeit seines Lebens. „Ich war das glücklichste Kind auf der Welt, fern von Not, Gewalt und den Schlägen meiner Stiefmutter“, erinnert er sich im Presseheft. Ein sehenswerter Film, dessen Geschichte an Werke wie „Der Wolfsjunge“ von Francois Truffaut oder Disneys „Dschungelbuch“ erinnert.

(Wolfsbrüder, Spanien/Deutschland 2010, 107 Min., FSK ab 6, von Gerardo Olivares, mit Manuel Camacho, Juan José Ballesta, Carlos Bardem, www.wolfsbrueder-derfilm.de)Alle KINOSTARTS DER WOCHE im Überblick
[dpa/fm]

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