Raabs „FameMaker“: Eine selten blöde Show, die kaum einer guckt

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© ProSieben
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Steht FameMaker womöglich schon vor dem Aus? Das neue Showformat fällt nicht nur bei den Quoten durch. Auch inhaltlich hat selbst das „Wort zum Sonntag“ mehr zu bieten.

Es wird unter einer überdimensionalen Käseglocke herumgehampelt und die dreiköpfige Jury schwafelt sich um Kopf und Kragen, während ansonsten weitestgehend nichts anderweitig Erwähnenswertes passiert. Die namhafte Riege der entscheidenden Sesselpupser um Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Teddy „Dingenskirchen“ Teclebrhan steht zumeist auf verlorenem Posten und kann das Format nicht alleine retten – die aufmerksamkeitsgeilen Kandidaten schon lange nicht.

Da verwundert es dann auch kaum, dass die neue Musikshow „FameMaker“ auf ProSieben auch zur zweiten Folgen nur wenige Zuschauer für sich begeistern konnte. Mit einem TV-Publikum von nun lediglich noch 0,92 Millionen steuert man geradezu Richtung Irrelevanz. RTL lockte mit der Konkurrenz-Show „Big Performance – Wer ist der Star im Star?“ immerhin 1,65 Millionen Menschen vor die Bildschirme (6,4 Prozent).

Der Auftakt des von Stefan Raab produzierten Formats am Donnerstagabend hatte noch zumindest 1,3 Millionen Zuschauer angezogen. ProSieben zufolge lag man mit der Premiere speziell bezogen auf die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 12,2 Prozent Marktanteil zwar vorne. Insgesamt musste die erste Ausgabe sich jedoch auch da schon hinter ARD (Krimi-Wiederholung „Kommissar Dupin: Bretonisches Leuchten“), den „Bergrettern“ vom ZDF (beide mit EInschaltquoten über 4 Millionen) und – wie am Samstag – auch noch RTL einreihen. Der Dauerbrenner „Alarm für Cobra 11“ platzierte sich mit 1,81 Millionen Zuschauern sogar noch relativ deutlich vor der neuen ProSieben-Show.

Vielmehr als sich mit den Großen der Prime Time zu messen, hatte man es also mit Sat.1 („Prodigal Son – Der Mörder in Dir“, 1,29 Millionen) und Vox zu tun, das am Donnerstag selbst mit dem Trickfilm „Minions“ kaum weniger Fernsehgeräte erreichte (1,23 Millionen). Auch bei der zweiten Auflage am Samstag sah es ähnlich aus: Die direkte Konkurrenz lag bei den Programmen von Kabel Eins und erneut Vox, welche auch keine Million Zuschauer interessierte.

Ob ProSieben an Raabs Showidee fest hält, ist nach dem Quoten-Desaster der ersten beiden Ausgaben zumindest in der Kategorie „äußerst unsicherer Wackelkandidat“ anzusiedeln. Denn wenn dir nach einem unverheißungsvollen Start noch einmal knapp 30 Prozent des Publikums wegbrechen, läuft die Zeit für so unerfolgreiche Format gerne auch mal viel schneller ab, als zunächst geplant.[bey/dpa]

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  • famemaker: obs/Prosieben

3 Kommentare im Forum

  1. Ich stimme euch zu, das Konzept ist, sagen wir es vorsichtig "komisch". Ich hab nach dem Trailer schon abgewunken. Auch wenn die RTL Konkurzenz Show nicht so mein Ding ist, man hat aber auf Twitter gesehen, das es die Leute mehr bewegt. Da waren viel mehr Posts, wo sich die Leute gedanken gemacht haben, welcher Star das sein könnte. Quoten: Neue Musik-Shows "Big Performance" und "FameMaker" brechen ein
  2. Auch wenn die RTL Show ein recht simpler Abklatsch von The Masked Singer ist, ist sie doch die weitaus spannendere Show im Vergleich zu Fame Maker. Dass man bei der Jury immer noch so tut als würde man Patricia Kelly nicht erkennen, finde ich allerdings echt fragwürdig. Es ist einfach zu offensichtlich.
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