AGF: Neue Berechnung der TV-Einschaltquoten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Zum Jahreswechsel ändert die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) die Zahl der Zuschauer. Durch die Erfassung der deutschsprachigen Bevölkerung erhöht sich die Grundgesamtheit – was auch Auswirkungen auf die Einschaltquoten haben dürfte.

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Zur Ermittlung der TV-Einschaltquoten sind die Bewegtbildforscher auf die Gesamtzahl der potentiellen Zuschauer angewiesen. Künftig wird die Reichweite etwas steigen, denn die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) wird zum Jahreswechsel die Grundgesamtheit ändern. Dafür wird die AGF, ähnlich wie die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) bereits seit 2010, die deutschsprachige Bevölkerung abbilden.

Seit über 20 Jahren, genau seit dem 1. Januar 1995, ergab sich die Grundgesamtheit aus Privathaushalten mit mindestens einem TV-Gerät und einem Haupteinkommensbezieher mit EU-Staatsangehörigkeit. Künftig muss dieser nur noch deutschsprachig sein, womit die Nationalität keine Rolle mehr spielt und Nicht-EU-Ausländer verstärkt vertreten sein werden.
 
Insgesamt steigt die Zahl potentieller Zuschauer damit um 3,8 Prozent auf knapp 75 Millionen an, was vor allem an der Gruppe der Kinder von drei bis 13 Jahren liegt, die nach neuer Definition gleich um 12,8 Prozent auf 7,6 Millionen Zuschauer anwächst. Auch die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wird etwas größer, steigt die Gesamtzahl doch auf 34,6 Millionen und damit um 3,8 Prozent. [buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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9 Kommentare im Forum

  1. Statistik bleibt Statistik, egal welche Basis verwendet wird. Das heißt aber im Gegenzug: Haushalte in denen keiner Deutsch spricht werden statistisch nicht erfasst.. Also wie heute.
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