„Antichrist“-Regisseur entschuldigt sich für Nazi-Äußerungen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der dänische Regisseur Lars von Trier („Antichrist“, „Dogville“) hat auf den Filmfestspielen von Cannes für einen Skandal gesorgt. Auf einer Pressekonferenz sagte der 55-Jährige, dass er mit Adolf Hitler „ein bisschen sympathiere“. Kurz darauf hat er sich dafür entschuldigt.

Der Filmemacher stellte am Mittwochvormittag (Ortszeit) sein neues Drama „Melancholia“ in der französischen Küstenstadt vor, in dem unter anderem Schauspieler wie  Kirsten Dunst and Charlotte Gainsbourg zu sehen sind. Bei der Pressekonferenz wurde der Däne von einem US-amerikanischen Journalisten auf seine deutschen Wurzeln angesprochen. Lars von Trier sagte, dass er erst vor Kurzem herausgefunden habe, dass er offenbar ein Nazi sei, denn „nicht alles, was Hitler gemacht hat, war wirklich schlecht“, hieß es. Er sehe eine durchaus menschliche Seite in der Person des Adolf Hitler und könne sich vorstellen, einen Film mit dem Titel „Die Endlösung“ zu drehen, so der Däne.

Nur Stunden später entschuldigte sich der Regisseur für seine Äußerungen. Er habe sich von „einer Provokation zu diesen Worten führen lassen“, so der 55-Jährige. Es tue ihm sehr leid, falls er mit seinen Äußerungen unschuldige Menschen verletzt habe. Er selbst sei weder rassistisch noch habe er Vorurteile gegenüber Minderheiten. Weiterhin stellte er im Nachhinein klar: „Ich bin auch kein Nazi“.

[dm]

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1 Kommentare im Forum

  1. AW: "Antichrist"-Regisseur entschuldigt sich für Nazi-Äußerungen Der sollte das "Zündeln" lieber sein lassen, denn mit Feuer spielt man nicht
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