BBC: Millionenverschwendung durch faule Mitarbeiter

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ein interner Prüfbericht der BBC sorgt in Großbritannien derzeit für Aufregung: Der Sender verschwende jährlich 80 Millionen Pfund, weil Mitarbeitern Zuschläge gezahlt würden, die sie gar nicht verdienten, hieß es.

Neben erschreckenden Leistungsschwächen bei großen Teilen der Belegschaft würden durch Fehler in der Verwaltung Prämien ausgeschüttet, für die die entsprechenden Voraussetzungen überhaupt nicht erfüllt würden, zitierte der „Guardian“ aus dem internen Papier des Personalressorts. Durch Behebung der Mängel lasse sich bereits ein Fünftel der von BBC-Generaldirektor Mark Thompson im Rahmen der Budgetkürzungen veranschlagten Einsparungen von 400 Millionen Pfund jährlich im Personalbereich einspielen, hieß es.

Allein 910 Mitarbeiter und damit 5 Prozent des gesamten BBC-Personals wurden als „Underperformer“ mit mangelhaften Arbeitsleistungen eingestuft. Zudem seien mehr als die Hälfte der 3 000 Mitarbeiter in der Division BBC Vision, die sämtliche TV-Aktivitäten der Medienanstalt bündelt, seit mehreren Jahren nicht mehr einem Monitoring bezüglich ihrer Produktivität unterzogen worden.

Die BBC hatte bei ihrem internationalen World Service und im Online-Bereich bereits die Streichung von mehr als 1 000 Stellen angekündigt (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Auch die übrigen Abteilungen des Senders bleiben dem Bericht zufolge von dem massiven Sparkurs nicht verschont. Gerechnet werde mit einem Abbau von nahezu einem Viertel der 22 000-köpfigen Belegschaft in den kommenden Jahren, so der „Guardian“. [ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

2 Kommentare im Forum

  1. AW: BBC: Millionenverschwendung durch faule Mitarbeiter 910= 5% --> 100%=18200 Mitarbeiter!
  2. AW: BBC: Millionenverschwendung durch faule Mitarbeiter Komisch, daß immer der Backoffice bzw. Verwaltungsbereich als Verschwendung-Sparte dargestellt wird. Egal wo, ob bei Banken, Wirtschaftsunternehmen oder eben auch TV-Sendern könnten die besten Moderatoren keine Einschaltquoten einfahren, wenn es hinter den Kulissen nicht funktioniert. Banker könnten keine Milliarden scheffeln, wenn der kleine Operator im Rechenzentrum schläft, die Situation in Japan wäre, trotz aller hochrangigen Managern, Technikern und Ingeneuren noch viel fataler, wenn es die 50 Arbeiter, Hilfsarbeiter etc. nicht gäbe, welche nichts anderes tun, als Trümmer beiseite zu räumen, damit andere Hilfskräfte besser an die heiße Zone herankommen. Aber genau an den kleinen Willis, den Niedriglöhnern, den Zeitarbeitern, den Hilfsarbeitern wird am meisten eingespart. Sesselpupser, Unqualifizierte, Überbezahlte, Kostenfaktoren sind nur ein paar Ausdrücke welche für diese Gruppen immer wieder fallen. Aber genau dieser Wasserkopf an Kostenfaktoren hatte früher Stromversorger, Telekommunikationsunternehmen, Postbetriebe den ÖP(N)V etc. viel besser funktionieren lassen, als es heute in unserer ach so tollen privatisierten Welt geschieht.
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