Brandanschlag bei Bayerischer Landeszentrale für neue Medien

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© BLM
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München – Auf dem Gelände der bayerischen Medienanstalt entstand Millionenschaden beim Brand eines Sendeturmes.

In der Nacht auf Mittwoch gingen gegen 1 Uhr Notrufe bei der Münchner Feuerwehr und Polizei ein. Anwohner meldeten einen lichterloh brennenden Sendeturm auf dem Gelände der Bayerischen Landesmedienzentrale (BLM) in München-Neuperlach. Laut Feuerwehr war die Einsatzstelle bei der Anfahrt nicht zu übersehen, da sich der in Brand geratene Funkmast wie eine große Fackel darstellte. Die Einsatzkräfte begannen unmittelbar mit dem Löschen über eine Drehleiter. Zeitgleich musste das nebenstehende Bürogebäude der BLM vor dem Feuer geschützt werden. Durch die Hitzeentwicklung des Feuers zerbarsten jedoch mehrere Fenster des dreistöckigen Geschäftsgebäudes der BLM.

Abschließend wurde es auf weitere Beschädigungen kontrolliert. Eine Hubrettungsbühne kam für die Nachlöscharbeiten zum Einsatz. Der Sendemast wurde von den Stadtwerken vom Stromnetz getrennt. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und ermittelt derzeit die Brandursache. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen in Millionenhöhe. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Vor einigen Wochen gab es einen ähnlichen Brandanschlag auf einen Sendeturm auf dem Gelände des Bayerischen Fernsehens in München Freimann, der vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) auch für die Testausstrahlung von Broadcast via 5G genutzt wurde. Letztes Jahr gab es einen Brandanschlag an einer Oberföhringer Isarbrücke, in Sichtweite zum BR-Sendeturm. Dort zerstörten die Täter, die der linksextremistischen Szene zuzuordnen sind, Glasfaserleitungen von Vodafone und anderen Carriern.

Bildquelle:

  • blm: BLM

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