Dresdner Fernsehturm soll zur Erlebnis-Plattform werden

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Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Ministerpräsident Michael Kretschmer, DFMG Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn
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Der Dresdner Fernsehturm, hinter dem die Unternehmen Avantgarde, DDV Mediengruppe und Dresden Information stehen, will Gästen künftig Zeitreise und Erlebnisbesuch mit bestem Blick auf das Elbtal und Dresden bieten.

Die neuen Betreiber haben gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Oberbürgermeister Dirk Hilbert sowie Bruno Jacobfeuerborn, dem Geschäftsführer der Turm-Eigentümerin Deutsche Funkturm, ihr Konzept vorgestellt.

Carsten Dietmann, Geschäftsführer DDV-Mediengruppe: „Wir wollen den Fernsehturm zu einem spektakulären Reiseziel für Alt und Jung ausbauen. Die Herausforderung, unseren ‚Sektkelch‘ mit seinem schönen Rundblick auf die reizvolle Umgebung wiederzubeleben, erfüllt uns als eng mit der Region verwurzelte Partner mit großem Stolz. Mit der Bündelung der Kompetenzen der drei starken Unternehmen in Vertrieb, Marketing und Umsetzung werden wir nachhaltig zum Erfolg des Betriebes des Fernsehturms beitragen können.“

Dresdner Fernsehturm wischen (N)Ostalgie und Zukunft

Laut Dresden Information-Geschäftsführer, Lars Knüpfer, wolle man beim Ausbau des Dresdner Fernsehturms Bereiche nachempfinden, wie man diese in den 60ern erdacht hat. So soll das Foyer wieder an die ursprüngliche Eingangshalle in den ’60er-Jahren erinnern, inklusive Möbelsystem von Deutsche Werkstätten Hellerau und einem Museums-Shop, der Ostalgie-Souvenirs sowie lokale und regionale Spezialitäten anbietet, erläutert die Deutsche Funkturm GmbH.

Darüber hinaus sollen Besucher die Vergangenheit sowie Zukunft Dresdens und Sachsen neu erleben können, ergänzt Robin Wenzel, Etat Director bei Avantgarde. „Ob virtueller Blick in die Partnerstädte oder die Vorstellung berühmter Dresdner Persönlichkeiten, unser Konzept berücksichtigt zahlreiche Ansätze um den Gästen ein tolles Erlebnis aus (N)Ostalgie, Geschichte und Vision verbunden mit State-of-the-Art-Technologie zu ermöglichen.“

Laut der Deutsche Funkturm GmbH unterstützt der Bund das etwa 25,6 Millionen teure Projekt mit Fördermitteln in Höhe von ca. 12,8 Millionen Euro. Das sei die Hälfte der avisierten Revitalisierungskosten. Die andere Hälfte soll zu gleichen Teilen vom Freistaat Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden kommen. Die Fernsehturm Dresden GmbH wolle ebenfalls einen Millionenbetrag in den Innenausbau investieren.

9 Kommentare im Forum

  1. Das größte Ereignis im Restaurant des Dresdner Fernsehturms war die Silvesterveranstaltung zum Beginn des „Katastrophenwinters“ 1978/79, als in der Silvesternacht Dresden im Schnee versunken ist. Den kurzen Stromausfall hatte nur jemand im Hintergrund mit den Worten, jetzt hat der Letzte das Licht ausgeschaltet, kommentiert. Dass wir dann nach der Silvesterfeier im tiefen Schnee zu Fuß nach Hause gehen mussten, weil kein Taxi mehr hochkommen konnte, war dann das nächste Ereignis. Zu Hause in Mickten angekommen, war da auch kein Strom, der Kachelofen längst kalt, also noch so ein Ereignis.
  2. Der Fernsehturm hatte in den 80ern schon eingeschränkte Öffnungszeiten. Wir waren in den Sommerferien 1985 an einem Dienstag dort, da war er geschlossen. Meine Eltern sind dann extra am Freitag auf unserer Rückfahrt nochmal dort vorbeigefahren.
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