Google schleust Millardenbeträge in Steuerparadiese

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Große Internet-Unternehmen wie Facebook und Google setzen schwindelerregende Beträge um und lassen das Geld größtenteils verschwinden – dank Gesetzeslücken sogar auf legalem Wege.

Was haben ein Malermeister und eine Diplom-Informatikerin gemeinsam? Beide zahlen sicher mehr als sechs Prozent Steuern auf ihre Verdienste. Um solche Traum-Steuersätze zu erreichen, muss schon ein milliardenschweres internationales Unternehmen antreten – wie Google-Mutterkonzern Alphabet.

Ein „Double Irish, Dutch Sandwich“ ist kein Londoner Gangsterfilm von Madonna-Ex Guy Ritchie, sondern ein Steuertrick, mit dem Google im vergangenen Jahr europäische Steuerkassen um 20 Milliarden Euro geprellt haben soll.

Dabei machte sich der Konzern die legale Möglichkeit zunutze, riesige Beträge an Unternehmensableger fließen zu lassen, die just dafür strategisch in Steuerparadiesen platziert wurden. Bereits etwa zehn Jahre soll diese Praxis andauern, wobei der durch sogenannte „aggressive Steuervermeidung“ von Firmen wie Google und Facebook alleine innerhalb der EU entstandene Schaden auf 50 bis 70 Milliarden Euro jährlich geschätzt wird.

Damit soll allerdings bald Schluss sein: Unter dem Druck von EU und USA hat zumindest Irland bereits beschlossen, im kommenden Jahr die Steuerentlastungen für die Unternehmen aufzuheben, die den milliardenschweren Steuerflüchtlingen bisher als Schlupfloch dienten.

[rs]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

8 Kommentare im Forum

  1. Machen auch (große) deutsche Unternehmen. Aber gegen Google & Co. lässt sich doch am besten eine negative und Hass- und Hetzstimmung erzeugen, um zu suggerieren, diese zahlen hierzulande nur wenig Steuern.
  2. Das ist doch alles bekannt,nur leider unternimmt keiner was.Da ist der Aufschrei wieder groß,aber mal ehrlich wenn die Gesetze so sind braucht man sich nicht wundern wenn jemand legale Schlupflöcher nutzt.
  3. So super das alles .... lassen wir sie noch ein paar Jahre machen, die brauchen ja Zeit um sich vorzubereiten das sie ab 2020 diesen Weg dann nicht mehr gehen können, brauchen Zeit um was Neues zu suchen ..... Darf ich auch Steuern bis 2021 stunden um mir einen Weg daran vorbei zu suchen ? Ggf. zahle ich die ja dann nach wenn ich nichts gefunden habe .... Und nur Irland hat das "beschlossen", bleiben ja dann noch andere Länder wohin der fiktive Sitz der Firma verlagert werden kann ... Irland kassiert aber bis dahin ja noch ein paar Euro mit ab, also lassen wir ihnen mal Zeit ...
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